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Alsbach-Hähnlein Zwei Tote bei Familientragödie

Mutter und Sohn tot in einem Haus in Südhessen: Die Ermittler gehen von einem erweiterten Suizid aus. Der Mann soll seine Mutter und dann sich selbst umgebracht haben. Die Kriminalpolizei sucht nach dem Motiv.

10.02.2016 16:52
Die Leichen einer 92-jährigen Frau sowie ihres 65-jährigen Sohnes wurden am Mittwoch in einem Haus entdeckt. Foto: dpa

Zwei Tote bei einer Familientragödie in Südhessen: Ein 65 Jahre alter Sohn hat in Alsbach-Hähnlein allem Anschein nach seine 92-jährige Mutter, den Hund und dann sich selbst erschossen. "Wir gehen von einem erweiterten Suizid aus", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Darmstadt, Nina Reininger. Die Leichen waren am Mittwoch in einem Haus in der Gemeinde entdeckt worden.

Bei der Familientragödie mit zwei Toten ist ein Revolver die mutmaßliche Tatwaffe. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt am Donnerstag mit. Der Revolver sei am Tatort in dem Haus in Alsbach-Hähnlein entdeckt worden. Nach wie vor unklar ist das Motiv für die Bluttat.

Der Bürgermeister von Alsbach-Hähnlein, Georg Rausch, sagte, der Sohn dürfte ein eher "nicht auffälliger" Mann gewesen sein. Ob der 65-Jährige in Vereinen aktiv war, war Rausch nicht bekannt. Die Gemeinde hat etwas über 9000 Einwohner.

Unter einem erweiterten Suizid verstehen Juristen und Psychologen, dass ein Täter nicht nur sich selbst umbringt, sondern auch ihm nahe stehende Menschen mit in den Tod nimmt - allerdings ohne deren Einverständnis. Hintergrund können beispielsweise wirtschaftliche Probleme oder schwere Krankheiten sein. Die Täter glauben dann meist, auch ihre Familie könne mit den Problemen nicht fertig werden. (dpa)

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