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Wiesbadener Vergangenheit Geschichten und Geschichte

Ein Buch der Hobbyhistorikerin Erika Noack zeigt die Entwicklung der Friedrichstraße.

15.11.2012 11:19
Gaby Buschlinger
Erika Noack mit ihrem Buch über die Friedrichstraße. Foto: peter-juelich.com

Bücher über die Wiesbadener Vergangenheit voller historischer Ansichten gibt es bereits etliche. „Aber dieses Buch schließt eine Lücke“, sagt der Wiesbadener Verleger Thorsten Reiß. Denn die Hobbyhistorikerin und Hobbyfotografin Erika Noack hat sich in ihrem Erstlingswerk „Wiesbadener Straßengeschichten – Die Friedrichstraße“ nicht einem Wahrzeichen oder einer Epoche gewidmet, sondern einer Verkehrsachse. „Viele Fotos und seltene Aufnahmen, die noch nie veröffentlicht wurden, sind darin enthalten“, schwärmt Reiß, der erst einmal 750 Exemplare drucken ließ. Oft stehen historische Ansichten aktuellen Aufnahmen zum Vergleich gegenüber.

Dabei gehörte die Friedrichstraße nie zu den Straßen, „die große Emotionen weckte und im Zentrum der Wahrnehmung stand“, räumt Erika Noack bei ihrer Buchpräsentation am Dienstagabend in der ebenfalls in der Friedrichstraße ansässigen Casino-Gesellschaft ein. „Ihre abwechslungsreiche Geschichte ist es aber durchaus wert, festgehalten zu werden – von Anfang an, Gebäude für Gebäude, bis in die Jetztzeit.“

Und so schildert Noack die über 200 Jahre zurückliegenden Anfänge der Friedrichstraße, die 1805 vor der Stadtmauer entstand und sich zu einer heute von Autos und Bussen verstopften Geschäftsstraße entwickelte.

Aufnahmen von Möbel Mann, dem Einrichtungshaus Danker oder der Tankstelle auf dem Dernschen Gelände sorgen bei älteren Semestern für Aha-Momente. Auch das in den 70ern bei Jugendlichen beliebte Jugendzentrum PUB sowie wie Woolworth und Carsch-Haus sind vielen Wiesbadenern noch ein Begriff.

„Das Buch ist ein hervorragendes Weihnachtsgeschenk“, sagte Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nickel (CDU). Denn auch er, der die Straßen zu kennen glaubte, und 40 Jahre als Polizist in dem früheren Polizeirevier ein und aus ging, habe etliche neue Details erfahren. Nickels Hoffnung auf weitere Bände könnte sich erfüllen. Denn die Archivstöberin hat auch bereits die Entwicklungen der Schwalbacher Straße, der Rheinstraße, die Fußgängerzone und der Mainzer Straße erforscht.

Das 208 Seiten umfassende Buch mit fast 200 Abbildungen kostet 24,80 Euro. Den Erlös will Erika Noack Zora, einer Anlaufstelle für Mädchen, spenden.

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