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Wiesbaden Wohnungsbau fördern

Verbände und Bauwirtschaft verlangen mehr Einsatz von Politik, um vor Ort bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Vom Single-Apartment bis zum Bungalow: In Wiesbaden sind im vergangenen Jahr 521 Neubauwohnungen entstanden – 52 davon in Ein- und Zweifamilienhäusern. 2017 wurden damit 27 Prozent weniger neue Wohnungen gebaut als noch im Vorjahr. Darauf hat das Verbändebündnis Wohnen hingewiesen, in dem sich Baugewerkschaft IG BAU und Bauwirtschaft zusammengeschlossen haben. Das Bündnis beruft sich auf die aktuelle Bau-Bilanz der fertiggestellten Wohngebäude vom Statistischen Bundesamt.

Insgesamt haben die Bauherren in Wiesbaden demnach im vergangenen Jahr 135,3 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert. „Das klingt viel. Tatsächlich müsste es aber mehr sein, wenn Wiesbaden seinen Beitrag zur Wohnraum-Offensive der Bundesregierung leisten will“, sagt Hans-Joachim Rosenbaum (IG BAU) vom Verbändebündnis Wohnen. Denn der Neubau von bezahlbaren Wohnungen sei die einzige effektive Antwort auf steigende Mieten und hohe Immobilienpreise, von denen auch Hessen betroffen ist.

Das Verbändebündnis Wohnen fordert daher jetzt den Bund, das Land Hessen und auch die Kommunen auf, mehr für den Wohnungsbau zu tun. Vor allem für den bezahlbaren Wohnraum, also für Menschen ohne „extra dickes Miet-Portemonnaie“. Gerade für den sozialen Wohnungsbau müsse deutlich mehr getan werden und ebenso für den Neubau von Wohnungen, bei denen sich die Menschen die Miete auch leisten können“, so Rosenbaum. 

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