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Wiesbaden Wirrwarr an Schulen

Einsatz von zusätzlichen Fachkräften, die der Kultusminister versprochen hat, sorgt für Kritik von der SPD. Die Grünen finden die Idee gut.

Aktion / Kampagne / "Gesundes Pausenbrot", Anton-Gruner-Schule, Wiesbaden, Hofheim, Bild x von 9
Für die Grünen ist es wichtig, ?gerade an den Grundschulen als Einstiegsebene in die Schullaufbahn bereits unterstützend eingreifen zu können.? Im Bild die Anton-Gruner-Schule. Foto: Michael Schick (Michael Schick)

Die Ankündigung von Kultusminister Alexander Lorz (CDU), in diesem Schuljahr 400 sozialpädagogische Fachkräfte an Grundschulen in Hessen einzustellen, sorgt in Wiesbaden für geteilte Reaktionen. Für die Stadt sind 15 neue Stellen vorgesehen.

Während die Grünen im Rathaus von einem „großen Gewinn für Wiesbaden“ sprechen, fürchtet die SPD, dass die neuen Stellen zu parallelen Strukturen führen.

Die schulpolitische Sprecherin der Grünen im Rathaus, Dorothée Andes-Müller, sagt, die neuen Stellen seien ein Beitrag zu mehr Chancengleichheit, weil von der Verbesserung der Schulsozialarbeit vor allem bildungsbenachteiligte Schülerinnen und Schüler profitierten. „Gerade an den Grundschulen als Einstiegsebene in die Schullaufbahn ist es enorm wichtig, bereits unterstützend eingreifen zu können.“

In Wiesbaden ist die Schulsozialarbeit seit 1977 ein Teil des städtischen Jugendhilfeangebotes.

Simon Rotloff, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Rathausfraktion, prophezeit: „Die Schaffung von Parallelstrukturen an Wiesbadener Grundschulen wird zu Problemen führen.“ Rotloff wirft der schwarz-grünen Landesregierung vor, mit Blick auf die Landtagswahl in diesem Herbst die „schulpolitische Gießkanne auszupacken“.

Es würden ohne Rücksprache mit der für die Jugendhilfe zuständigen Sozialverwaltung vor Ort neue Stellen geschaffen, parallel zu schon bestehenden Strukturen, wie der Betreuenden Grundschule und der kommunalen Schulsozialarbeit, erklärt Rottloff.

Die zusätzlichen Fachkräfte seien willkommen. „Allerdings hätten wir sie als Kommune gerne zielgerichteter eingesetzt, ausgehend von den Erkenntnissen der Wiesbadener Sozialplanung.“ Die Zuteilung vom Land beachte kaum die unterschiedlichen Herausforderungen der Schulen. Zudem sei das Aufgabenspektrum sehr weit gefasst, so dass ein hoher Abstimmungsaufwand nötig sein werde. diu

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