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Wiesbaden Von den Bürgern lernen

Wer gerne mehr als nur meckern möchte, sondern vielleicht die eine oder andere gute Idee zum Thema Sauberkeit hat, ist zum ersten Bürgerworkshop der „Stabsstelle Sauberes Wiesbaden“ eingeladen.

Sauberkeit ist in Wiesbaden ein großes Thema. Foto: Monika Müller

Sauberkeit ist in Wiesbaden Chefsache. Schon seit zwei Jahren gibt es zum Beispiel die Sauberkeitshotline. Hier können Bürger anrufen und die Stadtverwaltung auf Missstände hinweisen – oder einfach mal richtig Dampf ablassen, wenn wieder Sperrmüll den Weg versperrt oder Hundekot-Tretminen auf dem Bürgersteig lauern.

Wer gerne mehr als nur meckern möchte, sondern vielleicht die eine oder andere gute Idee hat, ist nun zum ersten Bürgerworkshop der „Stabsstelle Sauberes Wiesbaden“ eingeladen. Die Stabsstelle unter gemeinsamer Regie des Oberbürgermeisters, Sven Gerich (SPD), und des Ordnungsdezernenten, Oliver Franz (CDU), will mit dem Workshop Impulse aus der Bürgerschaft aufnehmen und weiterentwickeln. Ein ähnlicher Workshop wurde bereits mit den Ortsvorstehern der Stadt organisiert.

Mit dabei war damals auch Frank Sand. Er arbeitet in der Stabsstelle, „aber nur nebenher“, wie er sagt. Angestellt ist er bei der Firma MBA, einer Tochterfirma der Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden (ELW), hat also beruflich auch direkt mit dem Entsorgungsgeschäft zu tun. „Die Bürgerinnen und Bürger wissen selbst am besten, wo etwas für mehr Sauberkeit in der Stadt zu tun ist“, sagt Sand. Im Workshop gehe es der Stabsstelle darum, vom Wissen der Bürger zu profitieren.

Fünf Schwerpunkte

Inhaltlich soll es am Samstag um fünf Schwerpunkte gehen. An erster Stelle steht laut Sand der Abfall auf Gehwegen – von Kot bis Kaugummi, Sperrmüll bis zum Kaffeebecher. Ein weiteres Feld sind Zustand und Bepflanzung der Baumscheiben. „Das sind die Bäume im Straßenbild, die ja auch prägend für die ganze Stadt sind“, sagt Sand.

Ein weiteres wichtiges Thema werden der Zustand, die Anzahl und die Verteilung der öffentlichen Mülleimer sein. „Auch hier gibt es immer wieder Beschwerden“, berichtet Sand. Was insbesondere von Familien immer wieder kritisiert wird, ist der Zustand der Freizeitflächen. „Also zum Beispiel der Zustand der Spielplätze, Parks und Grillplätze“, so Sand. Nicht zuletzt soll es dann auch noch um den Gesamtzustand des im Amtsjargon Straßenbegleitgrün genannten Grünstreifens entlang des Ersten und Zweiten Ringes gehen.

„Wir hoffen, dass die Bürgerinnen und Bürger den Ball aufnehmen und wir in einen konstruktiven Dialog eintreten können“, wünscht sich Sand für den Samstagnachmittag im Rathaus. Sollte die Diskussion nicht von sich aus ins Laufen kommen, würden auch Impulse von den Organisatoren gesetzt. „Im Grunde sollen aber die Bürger den Input geben, schließlich sind das auch die Betroffenen“, sagt Sand. Ihm sei bewusst, dass bestimmt auch der eine oder andere Anwesende den Workshop zum Dampf ablassen nutzen wolle, „aber dafür ist ja eigentlich die Sauberkeitshotline da“.

Bürgerworkshop „Sauberes Wiesbaden“, Samstag, 28. Februar, 14 bis 18 Uhr, Rathaus, Schloßplatz 6, Stadtverordnetensitzungssaal. Neben Oberbürgermeister Gerich und Ordnungsdezernent Franz nehmen Aline van den Borg und Frank Sand von der Stabsstelle Sauberes Wiesbaden als Gesprächspartner teil.

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