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Wiesbaden Sozialindex verhindert

Der Sozialindex, den die SPD für Wiesbaden beantragt hat, soll für mehr Chancengleichheit sorgen. Die CDU, FDP und AfD haben jedoch den Antrag abgelehnt, obwol Experten die Vorteile des Indexes nochmals unterstreichten.

„Mit großem Bedauern“ reagiert der schulpolitische Sprecher der SPD-Stadtverordnetenfraktion, Hendrik Schmehl, darauf, dass abgelehnt wurde, einen kommunalen Sozialindexes für Wiesbadener Kindertagesstätten und Schulen zu erarbeiten. Nachdem Experten die Vorteile des kommunalen Sozialindexes etwa in München deutlich gemacht hatten, scheiterte der Antrag der SPD-Fraktion jüngst sowohl im Sozialausschuss als auch im Ausschuss für Schule, Kultur und Städtepartnerschaften an der ablehnenden Haltung von CDU, FDP und AfD, teilt die SPD mit.

Der Grundgedanke des kommunalen Sozialindexes ist, die begrenzten Ressourcen differenzierter und zielgenauer einzusetzen, um mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem zu erreichen. So sollten Kindertagesstätten und Schulen sowie deren Angebote „in Stadtteilen mit erhöhten sozialen Bedarfslagen“ besonders gefördert werden, heißt es.

„Ein kommunaler Sozialindex wäre ein wichtiger Beitrag gewesen, die umfassenden Erkenntnisse der Wiesbadener Sozialplanung noch konsequenter in Verwaltungshandeln umzusetzen“, so die Sozialdemokraten. Zudem sei ein kommunaler Sozialindex deutlich genauer „als das eher grobe Raster des entsprechenden Indexes des Landes Hessen“. Mögliche Anwendungsgebiete seien etwa die Höhe der Schulbudgets oder die Verteilung von Stellen aus dem Ganztagsprogramm des Landes.

„Wir wollen, dass diejenigen Schulen, die die größten Herausforderungen zu meistern haben, auch die bestmögliche Ausstattung bekommen. Dank CDU, FDP und AfD wird es nun vorerst weiterhin bei den berühmten Sonntagsreden zu dem Thema bleiben“, teilt Hendrik Schmehl abschließend mit. laf

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