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Wiesbaden Rund um Uhr und Weiher

Wiesbadener Sportförderung freut sich über gute Stimmung beim 25-Stunden-Lauf im romantischen Ambiente des Kurparks. Mit von der Partie sind 89 Teams, darunter neun Kinderteams, und zwei Einzelläufer.

25 Stunden Dauerlauf für den guten Zweck – immer rund um den Kurpark-Weiher. Foto: Renate Hoyer

Gut zwei Kilometer ist so eine Runde um den Kurpark-Weiher lang. Los geht’s an der Konzertmuschel, wo auch Start und Ziel aufgebaut sind. Begleitet, kommentiert und unterstützt von Tobias Radloff, dem 25-Stunden-Moderator, der auch Musikwünsche entgegen nimmt, machen sich die Läuferinnen und Läufer auf den Weg.

Gegen den Uhrzeigersinn laufen sie erst in Richtung des kleinen Zeltdorfes, wo sich die 89 Teams, darunter neun Kinderteams, und zwei Einzelläufer ihre Quartiere aufgebaut haben. Dann gehts weiter um den Weiher herum bis zum Kurhaus – und noch viel weiter. Denn beim 25-Stunden-Lauf gibt es keine wirkliche Ziellinie.

Das Ziel ist Durchhalten – und möglichst viele Kilometer machen. Die wirklich sportlichen Teams bestehen aus je zehn Läuferinnen und Läufern, die Fun-Teams aus 25 Personen. Ein Team, das den Lauf auch offiziell durchhalten will, muss die gesamten 25 Stunden, von Samstag, 10 Uhr, bis Sonntag, 11 Uhr, mindestens einen Läufer auf der Bahn haben. Das schlaucht. Und bereits am Samstagvormittag scheinen einige Läufer der Erschöpfung nahe.

Startgebühr für Spitzensport in der Stadt

Ute Buss hingegen, Vorsitzende der Wiesbadener Sportförderung (Wispo) und damit Chef-Organisatorin des 25-Stunden-Laufs, ist bester Dinge. Inmitten des bunten Treibens findet sie ein paar Minuten zum Plausch, während ihr stellvertretender Vorsitzender, Martin Scholz, bereits schweißgebadet, aber allerbester Dinge, von der Strecke an das Wispo-Zelt getrabt kommt.

Die Geschichte des Laufes selbst ist eine jahrelange, sportliche Geburtstagsfeier: Aus der 25-Jahr-Feier heraus sei die Idee des 25-Stunden-Laufs geboren, der in diesem Jahr zum zehnten Mal ausgerichtet wurde. Natürlich für den guten Zweck: „Jedes der Teams zahlt 500 Euro Startgeld, das abzüglich der infrastrukturellen Kosten des Laufs an die Wiesbadener Spitzensportler ausgeschüttet wird“, betont Buss.

In den vergangenen Jahren habe die Wispo rund 50 000 Euro an die Sportler ausschütten können. Wie viel diesmal hängen bleiben wird, könne erst im Laufe der Woche bilanziert werden. Buss geht aber von einem ähnlich hohen Betrag aus.

Die Wispo, die nach eigenem Verständnis die inoffizielle Dachorganisation des heimischen Sports, unterstützt jedes Jahr Wiesbadener Leistungssportler der olympischen Disziplinen. „Daher fördern wir vor allem Leichtathleten, Schwimmer und Kunstturner“, so Buss. Auch einige Kampfsportler sind dabei. Zu erkennen ist das unter anderem an den „Danke Wispo“-Shirts, die von vielen geförderten Sportlern getragen werden.

Das Geld wird nach Angaben der Wispo-Chefin den Sportlerinnen und Sportlern aber nicht einfach zur freien Verfügung in die Hand gedrückt. „Wir fördern die Sportler über ihre Vereine. Das Geld ist zweckgebunden und wird zum Beispiel für bei Wettkämpfen anfallende Startgebühren und Reisekosten verwendet.“ 1800 Läuferinnen und Läufer gingen an diesem Wochenende laut Buss auf die Strecke.

„Mich freut – neben dem organisatorischen Erfolg der Veranstaltung – jedes Jahr besonders die einzigartige Stimmung unter den Sportlern. Sie feuern sich gegenseitig an und sind fast wie ein Team. Sportlichen Ehrgeiz gibt es – trotz des Charity-Gedankens– trotzdem. Ein bisschen Konkurrenz muss schon sein.“

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