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Wiesbaden Minus durch Migration

Die Wiesbadener Volkshochschule schließt 2016 mit negativen Zahlen ab. Als Grund nennt VHS-Direktor unter anderem, dass die Modalitäten der vom Bamf gezahlten Integrationskurse im Laufe des Jahres geändert worden seien.

Erstmals seit Langem schließt die Volkshochschule Wiesbaden (VHS) mit einem Minus in der Jahresrechnung ab. 2016 machte das Bildungsinstitut etwas über 80 000 Euro Miese, während es im Vorjahr noch leichtes Plus von 280 Euro erwirtschaftete. Und das, obwohl die VHS 2016 mehr Kurse und mehr Unterrichtseinheiten als 2015 anbot.

Als Grund für das negative Ergebnis nennt VHS-Direktor Philipp Salamon-Menger vor allem, dass die Modalitäten der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gezahlten Integrationskurse im Laufe des Jahres geändert worden seien. Das Mindesthonorar für die Dozenten habe das Bundesamt rückwirkend von 23 auf 35 Euro angehoben, ohne die Vergütung an die Bildungsträger entsprechend anzugleichen.

In der Sparte Sprachunterricht ist die Zahl der Kurse Deutsch als Zweitsprache aufgrund der hohen Flüchtlingszahlen stark angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden mit 712 Teilnehmern zehn Prozent mehr unterrichtet. Da Sprachlehrer zurzeit händeringend gesucht würden, habe die VHS die Hälfte ihrer freiberuflichen Honorarkräfte, die Deutsch unterrichten, an andere Bildungsträger verloren, die mehr zahlen könnten. Nur unter enormer Arbeitsbelastung haben neue Honorarkräfte gewonnen werden können, heißt es im Jahresbericht.

Auch die um 64 000 Euro gekürzten Zuschüsse der Stadt Wiesbaden und die Tarifsteigerung für Beschäftigte im öffentlichen Dienst um 2,4 Prozent würden zur schlechten Finanzlage beitragen.

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