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Wiesbaden Meldestufe erreicht

Die Stadt lässt die Hochwasserschutzwände aufbauen.

Niederschläge und Schneeschmelze sorgen aktuell für Hochwasser an Rhein und Main. Der Pegel in Mainz hat die Marke von 5.50 Metern überschritten, was zum Auslösen der Meldestufe I führte, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Da auch in den nächsten Tagen Niederschläge vorhergesagt sind, sei mit weiter steigenden Wasserständen zu rechnen. Laut Hochwassermeldezentrum „Rhein“ in Mainz wird der Pegel in den nächsten Tagen sechs Meter übersteigen.

Die Feuerwehr hat am Dienstag damit begonnen, in Kostheim und Schierstein Hochwasserschutzwände aufzubauen. Die mobilen Wände sollen flächenhafte Überflutungen ufernaher Grundstücke verhindern. „Immer wenn die Wasserpegel an Rhein und Main bedrohlich ansteigen, setzt die Stadt gemäß Risikomanagementplan alle Hebel in Bewegung, um Schäden durch über die Ufer tretendes Wasser zu vermeiden“, sagte Umweltdezernent Andreas Kowol (Grüne) laut Mitteilung.

„Trotz des Hochwasserschutzes seitens der Stadt bleibt ein Gefährdungspotenzial bestehen. Flussanrainer müssen daher selbst aktiv werden, um Schäden an ihrem Eigentum zu vermeiden.“

Kommt es trotz der Schutzvorkehrungen zu Überflutungen, wird der Katastrophenschutzplan aktiviert. Dann koordiniert der Katastrophenschutzstab unter Leitung des Oberbürgermeisters alle weiteren Maßnahmen.

Seit 2001 errichtet das städtische Umweltamt bei Hochwasser die Schutzwände in den kritischen Bereichen in Schierstein. Die Spundwände sind 1,20 Meter hoch und schützen bis zu einem Pegel-stand von 7.30 Meter.

In Kostheim schützen Dammbalken vor einer Überflutung bis zu einem Pegel von 7,90 Meter. Ein Ereignis, das statistisch gesehen etwa alle 100 Jahre auftritt. Der Schutz vor einem Main-Hochwasser liegt sogar darüber. diu

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