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Wiesbaden Kunstmuseum nimmt Gestalt an

Für die Sammlung Ernst kann noch in diesem Jahr in der Wilhelmstraße 1 ein Haus entstehen. Stiftung übernimmt das Gelände in Erbpacht.

So soll das Reinhard-Ernst-Museums in der Wilhelmstraße 1 einmal aussehen.

Der Magistrat hat den Entwurf des Erbbaurechtsvertrages mit der Reinhard&Sonja-Ernst-Stiftung gebilligt und zur Beschlussfassung an das Stadtparlament weitergeleitet. Wenn es positiv entscheide, könne noch in diesem Jahr eine verbindliche Vereinbarung für den Bau und Betrieb des Kunstmuseums auf dem Grundstück Wilhelmstraße 1 getroffen werden, heißt es aus dem Rathaus.

Der Entwurf sehe vor, dass der Stiftung das Grundstück als Erbpacht für zunächst 99 Jahren zu einem symbolischen Erbbauzins von einem Euro pro Jahr überlassen wird. Dafür baue und betreibe sie dort in diesem Zeitraum ein Museum für abstrakte Kunst, für das die umfangreiche Sammlung Ernst als Basis zur Verfügung steht. Die Realisierung werde nicht nur von der Stiftung, sondern von Reinhard Ernst persönlich garantiert.

Vereinbart worden sei auch, dass das Museum spätestens vier Jahre nach Erteilung der Baugenehmigung errichtet sein muss. Für Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) ist das Engagement das bisher größte eines Stifters in der Stadt überhaupt.

Der von dem japanischen Architekten Fumihiko Maki geplante Bau soll eine Nutzfläche von mindestens 7500 Quadratmeter haben. Die Baukosten werden auf mehr als 40 Millionen Euro veranschlagt, der von der Stiftung zu leistende jährliche Betriebskostenzuschuss wird auf 1,5 bis 2 Millionen Euro geschätzt.

Die Sammlung Ernst soll nach einem unabhängigen Gutachten einen Wert von etwa 60 Millionen Euro haben. jo

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