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Wiesbaden Investor beteiligen

Auf dem Linde-Areal sollen mehr Wohnungen als ursprünglich geplant entstehen. Die SPD fordert, dass der Investor damit auch einen höheren Anteil der Kosten für die soziale Infrastruktur übernehmen soll.

Wenn die Zahl der geplanten Wohnungen auf dem Lindequartier steigt, solle auch die Beteiligung des Investors an den Sozialkosten steigen. Das ist die Haltung der SPD-Fraktion und der Grund dafür, warum die Sozialdemokraten den Bebauungsplan im Magistrat kürzlich nicht beschließen wollten. Dies teilte Fraktionschefin Nadine Ruf auf Anfrage mit.

Auf der ehemaligen Industriefläche Linde in Kostheim möchte ein Investor aus Idstein mehr als 820 Wohneinheiten errichten. Die Zahl der Wohnungen sei seit Planungsbeginn 2013 um mehrere Hundert angestiegen. „Da gehen wir auch mit“, sagt Ruf. Mit mehr neuen Wohnungen wachse jedoch auch der Gewinn.

Zudem hätten die Fachämter einen erhöhten Bedarf an Kita- und Betreuungsplätzen errechnet, was in den Verhandlungen mit dem Investor nicht berücksichtigt worden sei.

„Wir wundern uns über den Zeitdruck“, sagt Fraktionschefin Ruf. Über das Thema werde mit den betreffenden Dezernatsleitern noch einmal geredet.

Stadtentwicklungsdezernent Hans-Martin Kessler (CDU) entgegnet jedoch, dass sich die Baukosten seit Planungsbeginn sehr verteuert hätten, weshalb der Gewinn für den Investor schmaler ausfalle.

Die Grünen, die mit der CDU und der SPD eine Kooperation im Rathaus bilden, sind laut einer Mitteilung auch nicht hundertprozentig mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden, fordern aber, dass es nicht zu einer Bauverzögerung kommen dürfe. mre

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