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Wiesbaden In 40 Minuten von Biebrich nach Frankfurt

Neue Bahn- und Buslinien sollen das Umsteigen auf die Öffentlichen erleichtern. Mit dem Angebot soll das Dieselfahrverbot verhindert werden.

Schnellere Zugverbindungen vom Rheingau nach Frankfurt und zusätzlicher Bus- und Bahnverkehr - dies soll dank des drohenden Dieselfahrverbots möglich sein. Mit Unterstützung des hessischen Verkehrsministeriums und des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) ist es dem Wiesbadener Verkehrsdezernenten Andreas Kowol (Grüne) gelungen, neue Verbindungen im öffentlichen Verkehrsnetz einzurichten.

Das Verwaltungsgericht entscheidet voraussichtlich im Dezember über ein Dieselfahrverbot für Wiesbaden. Die zusätzlichen Buslinien und engere Taktungen sollen es Pendlern erleichtern, vom Auto auf die Öffentlichen umzusteigen, und gleichzeitig das Gericht davon überzeugen, dass ein Dieselfahrverbot nicht nötig ist. Die Bus- und Bahnverbindungen sind teil eines Sofortpakets zur Luftreinhaltung, über das die Stadtverordneten am Donnerstag entscheiden.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember hat der RMV mehrere Veränderungen geplant. In nachfragestarken Zeiten sollen mehr Züge der Rheingau-Linie unterwegs sein. „Erhält der Verbund die entsprechenden Fahrbahn-trassen der Deutschen Bahn, sind ab Dezember an Werktagen vier zusätzliche Express-Verbindungen unterwegs, die zwischen Eltville und dem Frankfurter Hauptbahnhof fahren - mit Halt in Schierstein, Niederwalluf, Biebrich, Kastel und Frankfurt-Höchst, aber ohne Umweg über den Wiesbadener Hauptbahnhof“, teilt die Stadt mit. „Wer aus dem Rheingau kommt, kann so zur Hauptverkehrszeit zehn Minuten schneller in Frankfurt sein“, sagt RMV-Geschäftsführer André Kavai. Bewohner von Schierstein oder Biebrich können in weniger als 40 Minuten in Frankfurt sein, „ohne Stress auf der Autobahn“, sagt Kowol.

Schneller Zubringer zur Rheingau-Linie

Die neue Bus-Linie X79 soll das Angebot ergänzen. Geplant ist, dass sie ab Dezember von Bad Schwalbach über Schlangenbad und Walluf bis zum Schiersteiner Bahnhof pendelt und in der Hauptverkehrszeit als schneller Zubringer zur Rheingau-Linie dient. Der RMV sieht auch für die Wochenenden zwischen Mai und Oktober Taktverdichtungen auf der Rheingau-Linie vor, um den Freizeitverkehr zu stärken.

Auf der Linie RB75 sollen mehr Züge zwischen Mainz, Wiesbaden, Südhessen und Aschaffenburg auf den Gleisen rollen. Neue Verbindungen nach Rheinland-Pfalz sollen erschlossen werden. „In enger Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Rheinland-Pfalz Süd führen wir neue Direktverbindungen von Wiesbaden Hauptbahnhof nach Worms und Bad Kreuznach ein“, sagt Kavai. Näheres gibt der Verkehrsverbunds zum Fahrplanwechsel bekannt.

Damit tatsächlich mehr Menschen die Angebote nutzen, plant Kowol mit den Nachbarkommunen fünf neue Park & Ride-Anlagen mit 2000 Stellplätzen.

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