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Wiesbaden Handel will dritten verkaufsoffenen Sonntag

In Zukunft könnte es in Hessen häufiger verkaufsoffene Sonntage geben. Eine Kundenbefragung zeigt, dass viele Hessen das Angebot nutzen. Die CDA kritisiert derweil den rein ökonomischen Blickwinkel und betont die Bedeutung des Sonntags.

Der Einzelhandelsverband Hessen-Süd und die Werbegemeinschaft Wiesbaden sprechen sich in einer Pressemitteilung für mehr verkaufsoffene Sonntage in der Landeshauptstadt aus. Eine Online-Umfrage habe ergeben, dass 41 Prozent der Kunden die verkaufsoffenen Sonntage nutzten und ihnen positive Effekte für den Shopping-Standort zuschrieben, heißt es.

1,68 Millionen Hessen, darunter rund 130 000 Wiesbadener, hätten in den vergangenen zwölf Monaten einen verkaufsoffenen Sonntag besucht. Ausgehend von diesen Zahlen sehen Thilo Söhngen, Vorsitzender des Regionalverbandes Wiesbaden im Handelsverband Hessen-Süd, und Ilka Guntrum, Vorsitzende der Werbegemeinschaft Wiesbaden großes Potenzial für einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag in Wiesbaden. Derzeit sind von der Stadtverwaltung pro Jahr aber nur zwei verkaufsoffene Sonntage genehmigt. Über eine Ausweitung des Angebots lässt die Große Koalition im Rathaus, wie der Presse zu entnehmen ist, aber nicht mit sich reden.

Bürokratischen Hürden abbauen

Trotz dieser klaren politischen Positionierung macht sich der Einzelhandel dafür stark, die bürokratischen Hürden abzubauen und wendet sich an den Landesgesetzgeber: „Dem Konkurrenzdruck innerhalb der Städte im Rhein-Main-Gebiet und der wachsenden Bedarfsdeckung über das Internet müssten Städte und Gemeinden auch durch eine großzügige Genehmigungspraxis für verkaufsoffene Sonntage Rechnung tragen“, schreiben die Werbegemeinschaft und der Einzelhandelsverband.

In der Pressemitteilung fordern sie den Landesgesetzgeber dazu auf, „den Städten und Gemeinden endlich eine praktikable gesetzliche Lösung an die Hand zu geben“, sprich: den Einfluss der Kommunen zu schmälern und an die Einzelhändler zu übertragen.

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Wiesbaden kritisiert diesen Vorwurf und betont die Bedeutung des Sonntags als Feiertag. „Eine Stadtgesellschaft ist arm, wenn alles nur unter ökonomischen Gesichtspunkten betrachtet wird“, lässt sich der Wiesbadener CDA-Chef Hans-Achim Michna in der FAZ zitieren.

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