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Wiesbaden Getrennt Müll sammeln

Das Jugendparlament fordert mehr Tonnen für die Schulen. Der Vorschlag könnte auch auf die Kitas ausgeweitet werden.

Eine Tonne für jede Sorte Müll – in Wiesbadens Schulen sollen die Schüler vom kommenden Schuljahr an ihren Müll getrennt in vier verschiedenen Behältnissen sammeln. Dies ist nicht etwa der Wunsch der Schulleitungen, sondern der Jugendlichen selbst. Erstmals durfte das Jugendparlament in der Stadtverordnetenversammlung einen Antrag stellen. Bisher war dies nur in den Ausschüssen möglich.

„Am Ende des Tages läuft die einzige Mülltonne im Klassenraum über“, erklärte Nele Siedenburg vom Jugendparlament ihr Anliegen. Müll getrennt zu sammeln sei ein Beitrag zum Umweltschutz und zu mehr Sauberkeit in den Schulen. Denn dort liege viel Verpackungsdreck einfach so herum.

Die Kooperation aus CDU, SPD und Grünen wollte zunächst die Sache in einem Modellprojekt in einzelnen Schulen ausprobieren, was auf Siedenburgs Unverständnis stieß. Es sei eine falsche Botschaft an die Schüler, wenn erst getestet werde solle, ob sie die Aufgabe auch hinbekämen, kommentierte sie den Vorschlag. Zudem könne auf die Ergebnisse eines Leipziger Modellversuchs zurückgegriffen werden.

Ob es ihre Argumente waren oder die Aussicht, bei den Schülern blöd dazustehen, weil die AfD die vorbehaltlose Zustimmung für den Antrag aus dem Jugendparlament angekündigt hatte, blieb offen. Auf jeden Fall schwenkte die Kooperation auf den Vorschlag von Hartmut Bohrer (Linke und Piraten) um. Demnach könne der Antrag getrost beschlossen und bis zum Schuljahresbeginn 2018 in Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung geklärt werden, wie er umzusetzen sei, sagte Bohrer. Möglich sei auch, das getrennte Müllsammeln auf die Kindertagesstätten auszuweiten.

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