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Wiesbaden Gegen die Sucht

Wettaufwandssteuer soll helfen, insbesondere junge Männer zu schützen.

In Wiesbaden wird ab 1. Oktober eine Wettaufwandsteuer erhoben. Das hat die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am 21. Juni beschlossen. „Wir erhoffen uns mit der Satzung eine Verbesserung im Bereich der Suchtprävention“, erläutert Stadtkämmerer Axel Imholz (SPD). Ein erhöhtes Gefährdungs- und Suchtpotential gehe nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von Sport-Livewetten aus.

Hierbei würden vor allem in Wettbüros sowie Sportsbars beziehungsweise Gaststätten mit TV-Sport-Abos Wetten auf Sportereignisse abgeschlossen, die auf Monitoren mitverfolgt werden können. Suchtgefährdet seien vor allem sportaffine junge Männer.

Die Wettaufwandsteuer besteuert den Aufwand, den der Wettende für das Wetten betreibt, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Steuerpflichtig ist jedoch der Betreibende des Wettbüros beziehungsweise der Sportsbar oder der Gaststätte.

Auf Grundlage der Mustersatzung des Hessischen Städtetags bestimmt die Wettaufwandsteuersatzung Wiesbadens den Steuersatz auf drei Prozent des Wetteinsatzes. Der Besteuerungszeitraum ist der Monat. Das Wettbüro ist verpflichtet, bis zum 15. des folgenden Monats der Landeshauptstadt Wiesbaden auf elektronischem Wege eine Steuererklärung nebst Belegen, insbesondere die Provisionsabrechnungen der Anbieter, einzureichen.

Auch andere Städte in der Region, etwa Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Hanau, Neu-Isenburg, Langen und Dreieich, haben die Einführung einer Wettaufwandsteuer beschlossen oder sind in Vorbereitung dazu. jkö

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