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Wiesbaden Foto Besier beantragt Insolvenz

Foto Besier muss wohl Mitarbeiter entlassen. Der Betrieb beantragt Insolvenz, läuft aber vorerst weiter. Foto Besier blickt auf eine lange Unternehmens-Geschichte zurück. 1912 wurde das erste Geschäft eröffnet und schon damals hatte es in der Wiesbadener Kirchgasse sein Zuhause.

17.03.2016 18:23

Das Fotogeschäft Besier Oehling hat am 2. März Insolvenz beantragt. Dies bestätigte Geschäftsleiter Michael Besier gegenüber der FR. Derzeit läuft der Betrieb vorläufig weiter. In zwei bis drei Wochen soll feststehen, wie es weitergeht.

In der Filiale in der Kirchgasse 20, nahe des Luisenforums, sind aktuell 13 Angestellte von der Kündigung bedroht. In der Verwaltung arbeiten zehn Personen. Insgesamt gibt es fünf Filialen mit 70 Mitarbeitern an verschiedenen Standorten.

Rechtsanwalt Peter Klein, der das vorläufige Insolvenzverfahren leitet, sondiert nun die Situation des Unternehmens: „Wir sind bemüht, den Patienten am Leben zu halten. Ich bin optimistisch, dass es in irgendeiner Form weiter geht.“ In der aktuellen Verfassung bestehe jedoch keine Chance. Das Unternehmen habe zu viele Mitarbeiter.

Nun ist Klein auf der Suche nach Interessenten, alle Filialen würden aber nicht gehalten. „Auf einer Betriebsversammlung haben wir den Mitarbeitern die Situation bereits erklärt“, so der Rechtsanwalt. Für den Wiesbadener Standort sehe es tendenziell aber noch ganz gut aus. Zumindest aktuell bekämen die Mitarbeiter auch ihr Gehalt.

Foto Besier blickt auf eine lange Unternehmens-Geschichte zurück. 1912 wurde das erste Geschäft eröffnet und schon damals hatte es in der Wiesbadener Kirchgasse sein Zuhause. Die Geschäftsleitung wurde stets den Söhnen übertragen. Zuletzt war dies 1997 der Fall, als mit Michael Besier der aktuelle Geschäftsführer die Unternehmensführung übernahm. In dessen Zeit fällt auch die Übernahme von Foto Oehling, das seit 2006 zu hundert Prozent dem Fotohaus Besier angehört.

In zwei bis drei Wochen könnte man erste Ergebnisse mit Interessenten und Lieferanten präsentieren, so Klein. So oder so kann es nun ganz schnell gehen. Im schlechtesten Szenario verlören die Mitarbeiter schon im April ihren Arbeitsplatz. Im besten Fall gebe es dann schon einen neuen Besitzer. (tni)

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