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Wiesbaden Ein Campus für die „Freiheit des Geistes“

Fresenius kommt mit einer neuen Hochschule zum Ursprungsort Wiesbaden zurück.

Hochschule Fresenius Köln
Die private, staatlich anerkannte Hochschule Fresenius in Köln. Foto: Imago

Dass hier bald die Zukunft entwickelt werden soll, verspricht das große blaue Werbebanner an der Verhüllung des Bauzaunes in der Moritzstraße. Ludwig Fresenius verspricht sogar einen „Campus, der Offenheit ausstrahlt und die Freiheit des Geistes repräsentiert.“

Viel Auslauf wird der Geist wohl nur in den 30 Hörsälen haben, das L-förmige Gebäude der neuen Hochschule Fresenius fügt sich eng ein in den alten Bestand auf einem Teilareal der ehemaligen Gerichtsliegenschaften. Das Land Hessen hat mit der Hochschule einen Erbbauvertrag geschlossen, auf vier Stockwerke verteilt werden ihr rund 6200 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung stehen.

Das Land hat noch mehr getan für die private Hochschule mit staatlicher Anerkennung. Es hat den Neubau mit einer Landesbürgschaft in Höhe von knapp 2,6 Millionen Euro unterstützt und für den Bau von Tiefgaragenstellplätzen fünf Millionen Euro bereitgestellt, wie Hessens Finanzminister Thomas Schäfer beim Richtfest sagte.

Am neuen Standort wird Raum für 75 Arbeitsplätze entstehen, der Hauptbahnhof ist für die bis zu 1000 Studierenden bequem fußläufig erreichbar. Mit Start des Sommersemesters 2019 im März sollen sie die Freiheit des Geistes spüren und am Ort ihrer Studien den Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Karriere legen können. Angeboten werden in der Wiesbadener City die Fachbereiche Wirtschaft & Medien sowie Design. „Die Hochschule Fresenius und die Studierenden werden ein Gewinn für den Hochschulstandort Wiesbaden sein“, so der Finanzminister.

Die Hochschule feiert den Neubau in der Moritzstraße als „Meilenstein auf dem Weg zurück in die hessische Landeshauptstadt“. Es war Ludwig Fresenius‘ Ururgroßvater Carl Remigius Fresenius, der 1848 in der Wiesbadener Kapellenstraße sein Chemisches Laboratorium gründete, das nun, 170 Jahre später, als Keimzelle der Hochschule Fresenius gesehen wird. Anders als damals soll etwa der 205 Quadratmeter große „Bürgersaal“ auch Schauplatz für öffentliche Veranstaltungen sein. „Wir wollen aktiver Bestandteil des Stadtlebens sein und freuen uns auf Begegnungen mit der Wiesbadener Öffentlichkeit“, so der Ururenkel von Carl Remigius Fresenius. Nicht nur Lehrende und Studierende sollen am neuen Standort Raum für einen intensiven Austausch vorfinden.

Das freut den Oberbürgermeister, Sven Gerich spricht beim Namen Fresenius von einer „Erfolgsgeschichte“. Mit dem neuen Campus mache die Landeshauptstadt einen weiteren Schritt zum Hochschulstandort. Und die Moritzstraße werde nach dem Weggang der Gerichte zum „Standort junger und kreativer Studierender“. Der kleine Campus soll mit Bepflanzung und seinen vorgesehenen 325 Fahrradabstellplätzen auch das „grüne Wiesbaden widerspiegeln“.

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