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Wiesbaden EBS Ebs will mit mehr Studierenden aus der Krise kommen

Die Wiesbadener Privat-Uni EBS plant eine Anstieg um sieben Prozent. Die Bereiche Wirtschaft und Jura sollen enger kooperieren.

Die krisengeschüttelte Wiesbadener Privat-Uni EBS stand Ende vergangenen Jahres mit mehr als zehn Millionen Euro in der Kreide. Das „negative Eigenkapital“ habe 10,1 Millionen Euro betragen, berichtete EBS-Geschäftsführer Holger Follmann, der seit einem Dreivierteljahr die Finanzen verantwortet, am Montag in Wiesbaden.

Im Jahr 2014 sei ein Minus von 1,1 Millionen Euro aufgelaufen. Der Geschäftsplan der Uni sieht vor, dass sie in diesem Jahr eine „schwarze Null“ schreibt.
Vizepräsident Richard Raatzsch erläuterte, man kalkuliere damit, dass die EBS ihre Studierendenzahl zum nächsten Semester um sieben Prozent steigern könne. Derzeit nehme man mit knapp 2000 Studierenden über 15 Millionen Euro an Studiengebühren pro Jahr ein. Nach Angaben von Raatzsch unterrichten 30 Professoren Wirtschaftslehre und neun Jura.

Ziel von Hochschulleitung und Aufsichtsgremien ist es nach ihrer gemeinsamen Darstellung, dass beide Fakultäten enger zusammenarbeiten. Etwa im Bereich Compliance (Regeltreue) könnten Juristen und Wirtschaftswissenschaftler voneinander lernen, sagte die neue Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Barbara Dauner-Lieb. Sie und der ebenfalls vor kurzem installierte Aufsichtsratschef Winfried Zimmermann vertraten die Auffassung, dass der vor wenigen Tagen geschasste EBS-Präsident Rolf Wolff dieses Vorhaben nicht genug vorangetrieben habe. Wolffs Vertrag, der bis 2018 lief, wurde zu Ende September aufgelöst.

Alumni helfen mit Millionen

Die Vertreter der Aufsichtsgremien befanden, dass Wolff die Kooperation mit ehemaligen Studierenden zu wenig gepflegt habe. Nachdem man dies geändert habe, wollten Ex-Studierende, die sogenannten Alumni, der Hochschule kräftig unter die Arme greifen. Sie verzichteten auf die Rückzahlung von Darlehen über 2,6 Millionen Euro. Geschäftsführer Follmann sagte, dass er darüber hinaus Zuwendungen von mehr als zwei Millionen Euro von Alumni erwarte. Die Dietmar-Hopp-Stiftung habe zugesagt, in diesem Fall ebenfalls zwei Millionen Euro beizusteuern. Sie habe bereits auf Rückzahlung eines Darlehens von 1,5 Millionen Euro verzichtet.

Auch die „fünf oder sechs“ Hausbanken der EBS verzichteten nach seinen Angaben auf Geld, zusammen 2,8 Millionen Euro. Eine der beteiligten Banken sei die Rheingauer Volksbank.

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