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Wiesbaden Betriebe suchen Personal

Unternehmen beklagen einen Mangel an Fachkräften. Sie planen Einstellungen, finden aber keine geeigneten Bewerber.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden hat die Unternehmer gefragt, wie sie ihre Geschäftslage bewerten. Das Ergebnis: Der Konjunkturmotor der Wirtschaftsregion Wiesbaden läuft weiter rund.

Die aktuelle Geschäftslage wird von den Unternehmen in Wiesbaden, dem Rheingau-Taunus-Kreis und in Hochheim weiterhin hervorragend beurteilt. Auch die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate bleiben unverändert auf einem Zwei-Jahres-Hoch, teilt die IHK mit. Die Einstellungsbereitschaft sei ungebrochen hoch, allerdings setze der Fachkräftemangel Grenzen.

Die Betriebe suchten verstärkt Personal. 30 Prozent der Unternehmen planen eine Vergrößerung ihrer Belegschaft in den kommenden Monaten. „Doch bei den Fachkräften zeichnet sich immer deutlicher ein Kapazitätsengpass ab, der sich zu einem Wachstumshemmnis entwickeln kann“, sagt IHK-Chefvolkswirt Florian Steidl.

Der Fachkräftemangel werde inzwischen von 64 Prozent der Betriebe als größtes Risiko für die Geschäftsentwicklung wahrgenommen. Vor einem Jahr waren es noch 49 Prozent.

Ein Gradmesser der regionalen Wirtschaftsentwicklung ist der Geschäftsklimaindex, der sich aus den Einschätzungen zur derzeitigen Geschäftslage und den Geschäftserwartungen errechnet: Auch wenn dieser in der Wirtschaftsregion Wiesbaden leicht um 2 auf 135 Zähler zurückgeht, liegt er über dem hessischen Durchschnitt. „Die regionale Wirtschaft läuft auf hohem Niveau stabil. Die Politik darf jetzt nicht nachlassen, an den Rahmenbedingungen zu arbeiten“, sagt IHK-Präsident Christian Gastl.

In den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sehen 47 Prozent der Betriebe Risiken für den Unternehmenserfolg. „Protektionismus, Überregulierung und die Niedrigzinspolitik sind aktuell die Top-3-Themen“, sagt Chefvolkswirt Steidl.

Der Handelsstreit zwischen den USA und der EU sowie China verunsichere Unternehmer. Diese Sorge schlage sich allerdings noch nicht erkennbar in den Investitions- und Exportplänen nieder. diu

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