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Wiesbaden Ball des Sports mit Sondererlaubnis

Das Event zieht wieder ins Kongresszentrum, aber der Neubau ist noch gar nicht fertig.

Pauline Schäfer
Turnweltmeisterin Pauline Schäfer wird in Wiesbaden ihre WM-Kür am Schwebebalken zeigen. Foto: Imago

Der Ball des Sports wird in diesem Jahr eine Housewarming Gala für das Rhein-Main-Congresscenter (RMCC). Die deutsche Sportelite und die Gäste aus Politik und Wirtschaft werden Europas erfolgreichste Benefizveranstaltung für den Sport in einer nagelneuen Location feiern. So nagelneu, dass sie noch nicht ganz fertig ist. Michael Ilgner, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe, hat das hochkarätige Gesellschaftsereignis in einem Neubau zu organisieren, wo noch die Handwerker arbeiten. Nach drei Jahren kehrt der Ball für seine 48. Auflage an seinen alten Sitz zurück, nachdem er wegen der Bauarbeiten am neuen Kongresscenter übergangsweise in einer mobilen Arena vor dem Kurhaus und im Kurhaus auslogiert worden war.

Aber die imposanten Hallen zwischen Wilhelmstraße und Bahnhofstraße, die als eines der bedeutendsten Veranstaltungshäuser Deutschlands konzipiert wurden, werden erst im April eröffnet; eine Betriebserlaubnis liegt nicht vor. Die Abnahmen für die einzelnen Gebäudeteile laufen gerade. Für den Ball am 3. Februar müsse eine Sondergenehmigung eingeholt werden, sagt Oberbürgermeister Sven Gerich. „Es wird spannend und prickelnd bis zur letzten Sekunde“, ob die Arbeiten fertig würden, räumt er ein, aber natürlich werde es klappen.

Keine Baustellenparty

Auch Ilgner ist zuversichtlich: „Es wird keine Baustellenparty, was eigentlich schade ist“. sagt er. Allerdings gebe es „Herausforderungen“. Es sei noch zu kontrollieren, ob alle Anschlüsse für Wasser, Strom und W-Lan funktionierten. Auch die Anlaufwege müssten erprobt werden. Wie lange brauchen die Menschen vom Ballsaal zu den anderen Sälen? 1500 Gäste werden erwartet. Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hätte mehr Karten verkaufen können. Aber wegen der Unwägbarkeiten mit dem Neubau beschränkt Ilgner die Besucherzahl lieber. In den kommenden Jahren dürfe sie wieder wachsen. „Der Gast wird nicht merken, dass er auf einer Baustelle ist“, sagt Ilgner. Da die Tiefgarage mit ihren 800 Stellplätzen noch nicht zu benutzen ist, sollen die Gäste im Parkhaus Lilien-Carré parken. Ein Shuttlebus bringt sie zum RMCC.

Dennoch werde die Show so glitzernd und erfolgreich wie immer. Das Motto des Events ist in Vorfreude auf die Europameisterschaft in Berlin die Leichtathletik. Der Ballsaal werde zum Stadion, versprechen die Organisatoren, wo Athleten wie Christina Schwanitz, ehemalige Weltmeisterin im Kugelstoßen, neben den fein gedeckten Tischen, an denen Herrschaften in Ballkleidern und Fracks dinieren, Kugeln stoßen wird.

Laufbahn zwischen den Gästen

Die deutsche Weitsprung-Meisterin Claudia Salman-Rath wird auf einer eigens verlegten Laufbahn zwischen den Gästen ebenso wie der Paralympics-Sieger Niko Kappel ihr Können demonstrieren. Andere Sportler werden Sprints vorführen und Hürdenlauf. Johannes Vetter und Thomas Röhler, Weltmeister und Olympiasieger im Speerwurf, werden Teil einer von Choreograph Marvin Smith inszenierten Lichtshow. Da die Turnerin Pauline Schäfer als erste Deutsche seit vielen Jahren einen Weltmeistertitel holte, ist auch sie dabei. Am Schwebebalken präsentiert sie ihre Kür. Johannes B. Kerner moderiert den Abend wieder. Musikalischer Höhepunkt ist die Hamburger Rockband „Revolverheld“, die mit Hits wie „Halt dich an mir fest“ bekannt wurden.

Am Ballabend beteiligen sich etwa 200 Unternehmen als Sponsoren und Partner beim Gala-Programm und der Tombola mit Preisen von einer halben Million Euro. Wie die Veranstalter weiter mitteilen, ist der Spitzenpreis ein hochwertiger Mercedes. Die fünf Förderer Mercedes-Benz, Lufthansa, Deutsche Bank, Telekom und Deutsche Post laden die Gäste nach dem Show-Programm in ihre Lounge ein. 75 Fahrzeuge von Mercedes stehen als exklusiver Fahrservice für die Gäste bereit. Der Ball des Sports steht im Dienste der Athletenförderung. Laut Ilgner habe die Sporthilfe seit ihrer Gründung 1967 über 50 000 Athleten gefördert. Der Ball des Sports war vor 46 Jahren von dem damaligen Vorsitzenden Josef Neckermann unter Mitwirkung des Sportpresseclubs Wiesbaden ins Leben gerufen worden.

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