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Tauchschiff "Kaiman" Auf dem Grund des Rheins

Das Tauchschiff "Kaiman" ist ein Kuriosum aus dem Kaiserreich. Das denkmalgeschützte Industriefossil hat jetzt im Hafen von Schierstein Asyl gefunden.

22.06.2010 00:06

Wird der Taucherschacht "Kaiman", ein Kuriosum aus dem Kaiserreich, eine Attraktion in Kaub nahe der Loreley? "Es gibt sehr vage Überlegungen, ob man da über den Kaiman in den Rhein springen könnte", sagt der rheinland-pfälzische Innenstaatssekretär Roger Lewentz (SPD). Das denkmalgeschützte Industriefossil als Museum, integriert in ein künftiges Flussschwimmbad nahe der Insel-Zollburg Pfalzgrafenstein - eine schöne Vision, meint der Politiker. Allerdings müsse dafür ein Partner gefunden werden. Und das gestalte sich schwierig.

Bereits 1892 gebaut, war der "Kaiman" mehr als ein Jahrhundert lang, bis 2006, im Dienst. Er ermöglichte es, trockenen Fußes auf dem Flussgrund zu arbeiten. Das aus Kosten- und Sicherheitsgründen stillgelegte Spezialschiff war bis vor wenigen Wochen im Schutzhafen von St. Goar vertäut.

"Aber da bauen wir einen neuen Außenbezirk, da haben wir zwei Jahre lang keinen Platz", so der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) Bingen, Martin Mauermann. Deshalb hat der "Kaiman" nun vorerst im Hafen von Wiesbaden-Schierstein Asyl gefunden. Der Taucherschacht hat eine höchst wechselvolle Geschichte. Mehrmals ist er schon gesunken, mehrmals umgebaut worden. Erst mit Dampfantrieb und später mit Hydraulik wurde die an einem Schacht befestigte Taucherglocke auf die Rheinsohle gesenkt. Arbeiter stiegen über eine Leiter in die Tiefe, um verlorene Schiffsschrauben, Autowracks und römische Brückenpfeiler zu bergen, Bodenproben zu nehmen und Bojen zu verankern. (dpa)

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