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Stadtentwicklung in Wiesbaden Klage gegen Kureck-Pläne

Im Wiesbadener Kureck sollen ein 21-stöckiger Wohnturm und ein Hotel entstehen. Doch Anwohner des Areals fürchten wegen der Bauarbeiten um die Standfestigkeit ihrer Häuser.

Auf das Wiesbadener Bauamt kommt Ärger zu: Anwohner des Quartiers Kureck klagen gegen den gültigen Bebauungsplan für diesen Bereich, der einen 21-stöckigen Wohnturm und ein Apartmenthotel vorsieht. Vier Eigentümer benachbarter Häuser und eine Person mit lebenslangem Wohnrecht wenden sich gerichtlich gegen den Plan, weil sie den beim Bau zu erwartenden Lärm und Staub für unzumutbar halten. Wie Richter Helmut Schmidt auf Anfrage mitteilt, befürchten sie zudem, dass die Standsicherheit ihrer Häuser gefährdet sein könnte. Notwendige Stützmauern seien in den Bauzeichnungen nicht ausreichend geltend gemacht worden.

In 14 Tagen wird die Klage vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel behandelt. Die Stadt teilt mit, dass sie seit März 2017 von der Klage weiß und aus Rücksicht auf das laufende Verfahren keine weiteren Angaben machen möchte.

Die Bebauung des Kureck war in die Schlagzeilen geraten, als der Magistrat versucht hatte, das geplante Apartment-Hotel ohne gültiges Bebauungsplanverfahren um zwei Stockwerke zu erhöhen. Gescheitert war dies an der damaligen Baudezernentin Sigrid Möricke (SPD), die für die Erhöhung ein ordentliches Verfahren durchsetzte. Auf dem am Hang liegenden Gelände am Ende des Prachtboulevards Wilhelmstraße sollen ein Turm für Luxuswohnungen und besagtes Apartmenthotel entstehen. Zuvor stand dort das R+V-Gebäude.

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