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Sicherheit in Wiesbaden Einen Riegel vorschieben

Ein junger Mann ist bei einem Streit mit einem Messer verletzt worden - im Stadtteil Mainz-Kastell. Was nützt da eine Waffenverbotszone nachts in der Fußgängerzone? Ein Kommentar.

Sicherheit in Wiesbaden
In der Nacht soll die Fußgängerzone stärker überwacht werden. Foto: Renate Hoyer

Wir leben in einer veränderten Welt. Überprüfbare Zahlen und Fakten haben nicht mehr den gleichen Stellenwert wie früher. Was heute zu zählen scheint, sind Befindlichkeiten. Im Netz werden Fakten verdreht, Ängste geschürt, Extrempositionen gangbar gemacht. Das Sicherheitskonzept der Polizei und des Ordnungsdezernats reagiert auf diese veränderte Wirklichkeit.

Die Bürger sollen das Gefühl bekommen, dass sie ernst genommen werden und etwas für ihre Sicherheit getan wird. Niemand kann ausschließen, dass Ängste ein verändertes Verhalten nach sich ziehen und junge Männer glauben, sich zu ihrem eigenen Schutz bewaffnen zu müssen. Das könnte eine gefährliche Entwicklung in Gang setzen.

In England ist bereits zu beobachten, wie sich junge Männer mehr und mehr bewaffnen und die Zahl der Tötungsdelikte steigt. Die Waffenverbotszone schiebt diesem Denken einen Riegel vor. Dass die Einhaltung des Verbots auch streng kontrolliert werden soll, ist richtig. Anders geht es nicht. Allerdings: Das Problem scheint nicht groß zu sein. Die Waffenverbotszone soll nur in einem Straßenzug und in einem Park gelten, und das nur von 21 bis 5 Uhr. Wer so große Angst hat, liegt dann gewiss schon im Bett.

Am Montag ist ein junger Mann bei einem Streit mit einem Messer verletzt worden - im Stadtteil Mainz-Kastell. Was nützt da eine Waffenverbotszone nachts in der Fußgängerzone? Präventionsprogramme auf die Zielgruppen der jungen Menschen zuzuschneiden, ist daher unbedingt notwendig.

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