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Schiersteiner Jugendtag Spiel und Spaß am Hafenrondell

Die Besucher des Schiersteiner Jugendtages erweisen sich als wasserfest. Geboten werden zahlreiche Angebote rund um den Wassersport.

29.06.2009 00:06
Mirjam Ulrich

Ein kurzer Aufschrei, schon landen der zehnjährige Alexander und sein Vater mit einem lauten Platsch im Wasser des Schiersteiner Hafens. Prustend tauchen sie wieder auf, können sich vor Lachen kaum am Steg hochziehen. Dicht hinter ihnen treibt das Boot kieloben. Die beiden paddelten beim vierten Schiersteiner Jugendtag in einem Kanadier des Wassersportvereins Schierstein 1921 (WSV). Als sie sich beide gleichzeitig nach links aus dem Boot gebeugt haben, um nach dem Steg zu greifen, ist es zur allgemeinen Gaudi gekentert.

Wie viele andere Besucher des Schiersteiner Jugendtages haben Alexander und sein Vater eines der Wassersportangebote ausprobiert. Drei Mal waren sie zusammen mit dem Boot auf dem Wasser, nun gehen sie noch immer gut gelaunt pitschnass nach Hause, um sich umzuziehen. Derweil haben zwei Mitglieder vom WSV den Kanadier auf den Steg geholt.

Der Wassersportverein gehört zu den mehr als zehn Schiersteiner Vereinen, die sich am Jugendtag beteiligen. Er wird alle zwei Jahre von der Arbeitsgruppe Jugend des Schiersteiner Ortsbeirats organisiert, die bereits 1997 gegründet wurde.

"Das ist eine Besonderheit in Schierstein", sagt AG-Sprecher Walter Richters (Grüne), "wir fragen die Jugendlichen, welche Angebote sie sich vor Ort wünschen". Der Jugendtag ist ein Ergebnis dieser Gespräche, 2003 wurde er zum ersten Mal veranstaltet. Genau wie die AG Jugend sei auch der Jugendtag in den Wiesbadener Stadtteilen einmalig, sagt Richters, der stellvertretender Ortsvorsteher und auch Stadtteiljugendbeauftragter ist. An sich seien alle Fraktionen in der AG Jugend vertreten, erzählen Richters und seine Kollegin Petra Holzbrecher (SPD). Doch habe die CDU in jüngster Zeit nicht mehr so viel Interesse am Jugendtag gezeigt, bedauern beide.

Ehrenamtliches Engagement

Der Ortsbeirat fördert das Fest mit 500 Euro; das reicht für die Stromkosten und die Gema-Gebühren, schließlich spielen fünf Bands öffentlich auf der Bühne am Hafenrondell. Die Musiker erhalten nur eine kleine Aufwandsentschädigung, eine Band reist für ihren Auftritt eigens aus Tübingen an. "Das Fest basiert auf ehrenamtlichem Engagement", sagt Petra Holzbrecher. An keinem der 20 Stände gibt es in diesem Jahr Alkohol, wohl aber Spiel- und Bastelangebote, Physik "zum Anfassen" oder auch einen "Muckitest" und eine Kletterwand. Sieben Firmen informieren über Berufsleben und Ausbildung, darunter eine Spedition, ein Bauunternehmen, eine Bank und ein Versicherungsbüro. "Dass sich diesmal sogar mehr Firmen als früher am Jugendtag beteiligen", sagt Richters, "freut uns gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftslage sehr".

Alexander und sein Vater bleiben nicht die einzigen, die am Jugendtag etwas nass werden. Doch die Regenschauer zwischendurch verderben den Besuchern nicht die Stimmung. Auch die Jugendfeuerwehr erweist sich als wasserfest und "löscht" bei Schauübungen das Hafenbecken. Der DRLG zeigt, wie ein gekenterter Kajakfahrer gerettet wird.

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