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Schiersteiner Hafenfest 200.000 feiern an der hessischen Riviera

Die Besucher des Hafenfestes lassen sich von dem durchwachsenen Wochenend-Wetter nicht abschrecken. Höhepunkt ist ohnehin das Feuerwerk am heutigen Montag. Von Sabine Müller

13.07.2009 00:07
Sabine Müller

Mit einem funkelnden Feuerwerk hoch über dem Rhein endet am heutigen Montagabend, 22.30 Uhr, das Schiersteiner Hafenfest. Zugucken wird sich laut Eberhard Seidensticker lohnen. "Größer als das letzte Mal" werde das lichtersprühende Abschlussereignis ausfallen, verspricht der Vorsitzende des ausrichtenden Verkehrs- und Verschönerungsvereins Schierstein. Ein echtes "Riesenfeuerwerk" eben. So steht es auch im Programm.

Seit Freitag feiern die Schiersteiner bereits ihr Hafenfest. 120 Wein-, Essens- und Händlerstände reihen sich entlang der Promenade bis hinauf zu den 40 Fahrgeschäften am Festplatz. Erstmals ist da auch ein Riesenrad mit von der Partie.

Auf den seichten Wellen im Hafenbecken schaukeln sanft die Yachten. Das mediterrane Ambiente verbunden mit großem Rummelplatz, Live-Musik von der schwimmenden Bühne und Drachenbootrennen locken jedes Jahr rund 200.000 Besucher aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet an die "hessische Riviera".

Modeschmuck- und Accessoireshändler Volker Mayworm steht bereits zum 20. Mal mit einem Stand an der Promenade. "Sehr zufriedenstellend sei das Wetter", findet er zumindest am Samstag. Es habe schon schlechtere Jahre gegeben. Auf das Hafenfest freue er sich immer sehr, da es "besonders attraktiv" sei. Und er zudem Wiesbadener ist. Ein bisschen mehr sommerliche Wärme hätte sich dagegen Heinz-Jürgen Braun, Vorstandsmitglied des Verkehrsvereins, für den Eröffnungsfreitag gewünscht. "Ohne Jacke ging es nicht", sagt er. Das habe manchen Festgast abgeschreckt. Es habe schon gefülltere Eröffnungstage gegeben.

Strenge Auflagen der Stadt

Seit 61 Jahren richtet der Ver-kehrsverein das Hafenfest aus. In den vergangenen Jahren sei es fi-nanziell immer enger geworden, sagt Braun. Die strengen Auflagen der Stadt in Bezug auf Müll, Verkehrsschilder und Sicherheitsdienst machten dem Verein zu schaffen. Mit rund 20.000 Euro schlage das mittlerweile zu Buche: "Wenn das so weiter geht, wird uns das das Genick brechen", blickt Braun düster in die Festzukunft.

Der gerade erst neu gewählte Vereinschef Seidensticker ist derweil schon dabei, Kosten zu sparen. So seien dieses Jahr erstmals quasi als Probelauf Anwohnerparkausweise an die Schiersteiner verteilt worden. Falls das gut funktioniere, könne der Verein sich 2010 Security-Leute fürs Parken sparen. Das solle dann die städtische Verkehrsüberwachung übernehmen, so seine Idee.

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