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Rheingauer Weinwoche Trend zu weniger Alkohol

In drei Wochen beginnt die 40. Rheingauer Weinwoche in Wiesbaden. Wegen der erwarteten Hitze rät der Rheingauer Weinbaupräsident den Besuchern zu leichten Weinen mit wenig Alkohol. Für Weinkenner bringen die Winzer in diesem Jahr Schätze aus ihren Kellern mit.

Das Weinfest lockt mit frischen Weinen in warmen Nächten. Foto: Michael Schick

Sektkorken werden springen und Tausende Gläser klingen. Gesellig wird wieder es werden, wenn sich zur Rheingauer Weinwoche rund ums Wiesbadener Rathaus viele Menschen an Holzbuden einfinden und edle Tropfen genießen. Am Freitag, 14. August, ist es soweit und das größte Weinfest der Region wird zum 40. Mal eröffnet. An 96 Ständen werden dabei die Rheingauer Winzer zehn Tage lang ihre Erzeugnisse anbieten.

Rund 300 000 Flaschen Wein seien im vergangenen Jahr auf der Weinwoche getrunken worden, teilt der Präsident des Rheingauer Weinbauverbandes, Peter Seyffardt, mit. Dass wegen der hohen Temperaturen in diesem Jahr vielleicht weniger getrunken werden könnte, befürchtet er nicht.

„Natürlich sollte man bei Hitze vorsichtiger mit Alkohol sein, aber unsere Besucher kennen ihre Grenzen“, sagt Seyffardt. Wichtig sei, bei Hitze neben Wein auch ausreichend Wasser zu sich zu nehmen. Er empfiehlt außerdem einen Kabinettwein zu trinken. Der sei leicht und habe weniger Alkohol.

Auch die Rheingauer Weine des aktuellen Jahrgangs 2014 seien erfrischend und mit wenig Volumenprozent. „Die Qualität des Jahrgangs ist zufriedenstellend und das trotz der wegen des vielen Regens problematischen Ernte“, sagt der Weinbauexperte. Die gesamte Weinbranche folge ohnehin derzeit dem Trend hin zu weniger Alkoholgehalt. „Auch große Rotweine haben heute maximal noch 12,5 Volumenprozent“, sagt Seyffardt. Demnach gebe es auf der Weinwoche ein großes Angebot an Weinen mit wenig Alkohol.

Die Rheingauer Weinwoche habe sich zu dem „Highlight im Eventkalender“ Wiesbadens und für die Winzer zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor entwickelt, sagt Wirtschaftdezernent Detlev Bendel (CDU).

Viel Neues gibt es laut Bendel auf der „Jubiläums Weinwoche“ nicht, schließlich habe sich das Fest in seiner bekannten Form bewährt. Neben den Weinständen gebe es Imbisse, einen Wasserstand und drei Bühnen, auf denen Bands spielen. Die städtische Nahverkehrsgesellschaft Eswe Verkehr bietet mit dem vergünstigten Weinwochenticket den Besuchern einen sicheren Hin- und vor allem Rückweg an.

Die teilnehmenden Winzer haben sich zum 40. Geburtstag der Weinwoche ein Schmankerl für die Kenner unter den Weinfreunden ausgedacht. Eine auf 1000 Stück limitierte „Abrisskarte“, die für 40 Euro erworben werden kann, ermöglicht die Verkostung von ausgewählten Schätzen aus den Kellern der Winzer. „Darunter sind Trockenbeerenauslesen, große Gewächse oder Weine von 1975“, verrät Seyffardt. Die Karten seien limitiert worden, da von solchen Schätzen nicht unendlich viele Liter vorhanden seien.

Für Laien unter den Weintrinkern hat die Hattenheimer Weinkönigin Louisa Follrich einen Tipp. „Um einen passenden Wein zu finden, sollte man einfach am Stand mit Winzern ins Gespräch kommen und sich beraten lassen“, sagt sie. Ein guter Wein sei übrigens nicht der teuerste oder der trockenste. „Ein guter Wein ist der, der einem schmeckt.“

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