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Ralph Valenteano Weltpop made in Wiesbaden

Ralph Valenteano verbindet auf seiner neuen CD orientalische Klänge mit deutschsprachiger Poesie. Internationale Musiker wie Stings Gitarrist haben mitgewirkt.

03.03.2009 00:03
MAX BLOSCHE, DPA
Ralph Valenteano hat eine neue CD rausgebracht. Foto: dpa

Weltpopmusik nennt Ralph Valenteano seine Mischung aus Pop, Rock, Funk und orientalischen Motiven. Als Ralph Valenteano seine ersten, von klassischen orientalischen Lyrikern wie Hafiz und Gibran inspirierten Gedichte schrieb, wusste er nicht, dass diese die Grundlage für eine CD werden sollten. Drei Jahre hat der Wiesbadener für sein jetzt veröffentlichtes Album "Worte aus Silben und Gold" gebraucht, auf dem er morgenländische Klänge und deutschsprachige Poesie über Liebe, Sehnsüchte und Leidenschaften zu "Welt-Pop" zusammenfügt.

Rund um die Welt entstanden

Für seine CD holte er international bekannte Musiker zusammen. Stings Gitarrist, George Michaels Bassist und der Ex-Saxofonist von Lenny Kravitz stehen auf der Liste der 20 Mitwirkenden an dem in Wiesbaden, London, Los Angeles, Algier und Sydney entstandenen Werk.

Valenteano sitzt in einem Wiesbadener Hinterhof in dem Studio, wo der Großteil der Produktion entstand. Der 43-jährige erzählt von der Entstehungsgeschichte seines Albums, wie er seine CD so prominent besetzen konnte und vom Rat einer Freundin, der am Anfang stand. Die hatte ihm empfohlen, mal was Positives über die Liebe zu schreiben. Das nahm sich Valenteano zu Herzen und schrieb 40 Gedichte. Dabei entdeckte der Wiesbadener seine Neigung zur orientalischen Dichtkunst. Die Texte führten dann bald zum musikalischen Thema, erzählt der Musiker.

Zunächst nahm Valenteano die Songs alleine auf, alle Instrumente spielte er selbst ein. Ein kleines Label zeigte Interesse, "aber plötzlich merkte ich, wenn das mein Ding sein soll, muss ich noch mal darüber nachdenken".

Exotische Instrumente

Valenteano erinnerte sich an Kollegen, die ihn besonders beeindruckt haben. Dazu gehörte der Weltklasse-Drummer Claus Hessler, der spontan zusagte. "Ich dachte, wenn du den hast, schaust du mal, was noch geht", lacht Valenteano. Bald kamen weitere internationale Spitzenmusiker ins Wiesbadener Studio. Andere nahmen ihre Beiträge auf mitunter exotischen Instrumenten an allen möglichen Enden der Welt auf. Musikdateien wurden hin- und hergeschickt, ohne Internet wäre das Album nicht möglich gewesen.

Als dann alles "größer und größer" wurde, wollte Valenteano auf gar nichts mehr verzichten. Gitarrist Dominic Miller, den Sting als seine "rechte und linke Hand" bezeichnet, kam zur Krönung des Vorhabens nach Wiesbaden. Das Budget für das Projekt war da längst aufgebraucht. Für Miller kein Problem. "Ich mache das nicht wegen des Geldes", habe er gesagt, erinnert sich Valenteano.

Sondergagen

Weil alle Musiker sein Projekt spannend gefunden hätten, erklärt Valenteano, habe er "Sondertarife"bei den Gagen erhalten. Trotzdem kostete ihn die Produktion einen großen Betrag aus eigener Tasche. Nun hofft er, dass sich Musikfans für das mal verträumt, mal rockig, mal fremdartig klingende Ergebnis ähnlich begeistern wie die Beteiligten.

"Worte aus Silben und Gold" ist das aufwendigste Projekt in Valenteanos Musikerkarriere. Mit 20 machte er deutschsprachigen Funk, hielt sich später mit Jobs für Disney-Hörspiele über Wasser, spielte als Studiomusiker und in Coverbands. "In der Popmusik ist alles gesagt", findet Valenteano heute, "alles klingt besser, aber auch immer gleicher." Deshalb will er Reibungen erzeugen und Dinge zusammenbringen, die man so noch nicht kennt, die aber trotzdem eine Harmonie ergeben.

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