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Premiere im Gräselberg Stadtteil im Porträt

Gute Seiten – schlechte Seiten, unter diesem Titel steht das Video-Projekt, das jetzt im Stadtteil Gräselberg verwirklicht wurde. Herausgekommen ist ein Film von Gräselbergern über ihren Stadtteil, der die positiven, aber auch die negativen Seiten an ihrem Wohnort aufzeigt.

12.11.2010 17:03
Heike Bökenkötter
Wichtige Rolle beim Gräselbergfilm: Harald Kuntze Foto: Rolf Oeser

Am Donnerstag, 18. November, 19 Uhr, wird das knapp einstündige Werk im Stadtteilladen „Treffpunkt Gräselberg“, Klagenfurter Ring 82, gezeigt. Dazu kommen die Aktiven vor und hinter der Kamera.

Initiiert wurde das Projekt von Christoph Rath, dem ehemaligen Leiter des Stadtteilzentrums Gräselberg. Ausgangspunkt war das bundesweite Projekt „Vielfalt tut gut“, das kulturelle Vielfalt und Toleranz im Zusammenleben verschiedener Kulturen thematisiert und fördert.

Mit der Förderung aus diesem Fonds sollte auch die vielfältige Zusammensetzung der Bewohner des Gräselbergs dargestellt werden. Um die Ideen der Gräselberger aber auch filmisch umsetzen zu können, kam Unterstützung von Harald Kuntze von der Initiative Wiesbadener Medienzentrum e.V., die in diesen Tagen ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Nachdem die Bürger aufgerufen worden waren, sich an dem Projekt zu beteiligen, wurden Ideen gesammelt, welche Themen der Film aufgreifen soll, erzählt Kuntze. Das Ergebnis sind Statements verschiedener Bewohner des Gräselbergs, die darüber berichten, was ihnen dort gefällt und was sie gern noch ändern würden. Zum Beispiel mehr Geschäfte wünscht man sich. Genauer betrachtet wurden zwei Familien und eine ehemalige Schulklasse vom Gräselberg. Die Klasse war 1966 eingeschult worden und berichtet über die damals noch etwas härteren Methoden, wenn man sich nicht richtig benahm. Aber auch an die Partys erinnern sie sich gerne.

Eine Familie erklärt, warum sie den Gräselberg nie mehr verlassen will: Man habe hier Freunde und sein ganzes Leben; woanders zu wohnen, könne man sich da gar nicht mehr vorstellen. So liefert der Film einen kleinen geschichtlichen Überblick über den Gräselberg und zeigt, wie die Menschen heute hier leben. Mit eingeflochten wurde auch, welche Nationalitäten die Vielfalt ausmachen. Neben Gruppen wie Griechen oder Türken machen die Deutschen aber den größten Anteil aus. Viele von ihnen waren nach dem Krieg in die Trabantenstadt gezogen und haben den Gräselberg danach nicht mehr verlassen. So besteht die Vielfalt hier nicht nur aus den unterschiedlichen Kulturen, sondern, wie der Film deutlich macht, auch aus Menschen unterschiedlichster Altersklassen.

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