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Peta in Wiesbaden Veggie-Würste statt Schlachtplatte

Die Tierrechtsorganisation Peta macht dem FV Delkenheim ein besonderes Angebot. Er soll statt des geplanten Schlachtfestes ein „Veggie-Fest“ abhalten und bekommt dafür vegane Würstchen spendiert.

Schlachthof
Schweinehälften in einem Schlachthof: . Foto: Ronald Wittek

Der FV Delkenheim veranstaltet am kommenden Freitag ein Schlachtfest. Für die Tierrechtsorganisation Peta Grund für ein Angebot: Sie will bei Namensänderung in „Veggie-Fest“ unter dem Motto „Tiere achten, statt schlachten“ 500 vegane Würstchen spendieren.

„Töten kann nie ein Fest sein“, heißt es in einer Peta-Mitteilung. Peta habe die Verantwortlichen kontaktiert und vorgeschlagen, bei künftigen Veranstaltungen dieser Art auf ein neues Konzept zu setzen: Feiern die Bürgerinnen und Bürger aus Delkenheim ein Veggie-Fest, spendiert die Tierrechtsorganisation nicht nur vegane Würstchen, sondern auch noch tierfreundliche vegane Rezeptvorschläge.

„Wurst muss nicht aus Tieren sein“, befindet Felicitas Kitali, Peta-Fachreferentin. „Mit dem neuen tierleidfreien, rein pflanzlichen Verpflegungskonzept könnten die Delkenheimer ein Zeichen für einen Wertewandel hin zu mehr Mitgefühl für alle Tiere setzen. „Tradition rechtfertigt niemals Tierquälerei.“

Ein Fest mit einer großen Vielfalt pflanzlicher Köstlichkeiten wäre zudem nachhaltig und umweltfreundlich: Einem Bericht der Welternährungsorganisation (FAO) von 2006 zufolge gilt die Tierwirtschaft als Hauptverursacherin der Umweltprobleme unserer Zeit. Ömür Yalciner, Vorsitzender des FV Delkenheim, sagt, zu den Schlachtfesten würden viele Ältere kommen. In erster Linie gehe es darum zusammen zu sein.

Dass es die Feste künftig nicht mehr geben werde, glaubt er nicht. Der Vorstand will über das Thema beraten. Vielleicht werde das Angebot um fleischlose Alternativen ergänzt. „Mein Gegenvorschlag: Wir bekommen 250 Würste und machen Hälfte Hälfte“, sagt Ömür Yalciner lachend.

Peta will mit der Aktion darauf hinweisen, dass allein in deutschen Schlachthäusern jedes Jahr etwa 800 Millionen Tiere für die Fleischproduktion getötet werden. Die Tierschützer prangern zudem die Bedingungen an, in den denen die Tiere gehalten werden. 

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