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Musiklehrernetzwerk Für Erwachsene günstiger

Private Musiklehrer sind kaum noch teurer und zeitlich flexibler als die Musikschule. Besonders Erwachsene können bei dem privaten Unterricht sparen.

23.10.2012 12:23

Von wegen: Private Musiklehrer sind teurer als die von der öffentlichen Hand subventionierte und von einem Förderverein unterstützte Musikschule. Mit ihren jüngsten Gebührenerhöhungen nähert sich die Einrichtung den Preisen von Privatlehrern an, liegt teilweise sogar darüber.

„Nur für Schüler unter 21 Jahren ist es an der Musikschule immer noch günstiger“, sagt David Eggert. „Unterricht für Erwachsene ist an der Musikschule inzwischen teurer“, so der Gitarrenlehrer, der dem im Jahr 2000 gegründeten Musiklehrernetzwerk Wiesbaden angehört. In dem Netzwerk sind laut Eggert 15 Lehrkräfte organisiert, die knapp 500 Schüler das Spielen eines Instruments beibringen.

Für 45 Minuten Einzelunterricht pro Woche verlangen die selbstständigen Musiklehrer laut Eggert zwischen 85 und 95 Euro im Monat. An der Musikschule muss ein Erwachsener für 50 Minuten dagegen ab Januar 112,45 Euro im Monat zahlen. Das Musiklehrernetzwerk verlange weder den Erwachsenenzuschlag von 30 Prozent noch einen weiteren Zuschlag für Auswärtige.

Unterricht nicht auf Nachmittage beschränkt

Allerdings kennt das Musiklehrernetzwerk auch keine Ermäßigungen für Studenten, Familienmitglieder oder Sozialhilfeempfänger.

Zudem ist das Angebot bei dem Musiklehrernetzwerk abhängig von seinen Mitgliedern und daher eingeschränkt: Streichinstrumente wie Cello und Geige, aber auch Oboe, Posaune, Harfe, Fagott und Akkordeon würden nicht angeboten, räumt Eggert ein.

Dafür gebe es bei dem Netzwerk kaum Wartezeiten, sagt Eggert. Weil sich die Termine flexibler als bei der Musikschule vereinbaren ließen. Denn die Privatlehrer unterrichteten auch vormittags und seien nicht auf die Nachmittage beschränkt.
Mangels Zuschüssen müssen die Privatlehrer alle Kosten für das Unterrichtsmaterial aus den Honoraren finanzieren. Auch die beiden Schülerkonzerte im Jahr, das Erwachsenenvorspiel und das Lehrerkonzert, kosten die Privatlehrer Geld, weil dafür Räume angemietet werden müssen. Trotzdem stemmt das Netzwerk immer wieder zusätzliche Veranstaltungen wie in diesem Jahr das Bandfestival oder den Jubiläumstag vor zwei Jahren. Verzichten müssen Privatschüler allerdings auf Probefreizeiten und Musizierwochenenden. „Das wäre zu kostenintensiv“, so Eggert. (byb.)

www.musiklehrernetzwerk.de

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