Lade Inhalte...

Louisenforum Schöne, neue Warenwelt

In 38 Tagen öffnet das Luisenforum mit rund 60 Geschäften - 45 000 Besucher erwartet.

26.07.2008 00:07
GABY BUSCHLINGER
Kaufhauszentrum Luisen Forum Wiesbaden
Louisenforum wird bald eröffnet. Foto: Müller

In gut fünf Wochen, am Dienstag, 2. September, eröffnet das neue Einkaufszentrum Luisenforum an der Ecke Kirchgasse und Luisenstraße nach drei Jahren Umbauzeit mit rund 65 Läden. Die knall-orangefarbene Fassade leuchtet schon seit Monaten in der Innenstadt, doch dahinter stehen weder Regale noch Kleiderständer. Noch wird gewerkelt, gebohrt und rumort, es staubt und dröhnt, die Rolltreppen sind mit einer dunklen Plane abgedeckt. Den Boden schützen Spanplatten, Türen fehlen fast überall, an den Decken sind blanke Rohre zu sehen.

Centermanager Robert Klemm von der Betreibergesellschaft Mfi (Management für Immobilien) lacht trotzdem: "Am 2. September ist alles fertig", ist er sicher. Rund 45 000 Besucher erwartet Klemm am Eröffnungstag. Bei der Eröffnung des Liliencarrés am Hauptbahnhof vor 16 Monaten wurden rund 70 000 Besuchern registriert. Kürzlich hat hier allerdings der erste Mieter wegen mangelnder Kundschaft dicht gemacht.

Keine Ramschläden zugelassen

Etliche neue Geschäfte, die in Wiesbaden noch keine Filiale haben, hat Centermanager Klemm in die Landeshauptstadt gelockt. Wegen der 1a-Lage habe er auf einen "mittleren bis gehobenen Branchenmix" geachtet. Ein-Euro-Shops hätten keine Chance, einen Zehn-Jahresvertrag zu unterschreiben. "Wir vermieten unsere Flächen nicht unter Wert", betont Klemm. Ein einziger Ramschladen könne "das Gesamtobjekt schädigen". Auch lasse sich Mfi auf keinerlei Mietpoker ein. "Lieber nehmen wir es in Kauf, dass bei der Eröffnung noch drei bis vier Geschäfte leer stehen."

Im Luisenforum können Kunden eine Stunde länger als in der Kirchgasse shoppen und Geld ausgeben. Während Karstadt, Kaufhof und C&A um 20 Uhr schließen, ist das Luisenforum von 9.30 bis 21 Uhr geöffnet, sagt Klemm.

Verbunden ist der Konsumtempel mit dem neuen Parkhaus in der Schwalbacher Straße (1,50 Euro die Stunde) über eine 40 Meter lange Brücke. Sie wurde von fünf auf 18 Meter verbreitert. Darin wird es ein Eiscafé geben. Das Einkaufszentrum erstreckt sich über vier Etagen und hat eine ovale Glasdachkuppel.

Ganz unten ziehen ein Rewe-Markt, Nanu-Nana, ein DM-Drogeriemarkt, Essanelle "Ihr Friseur", Reno-Schuhe sowie Gastronomie ein. Im Erdgeschoss reihen sich Engbers (Herrenbekleidung), Zero, Tommy Hilfinger, Gant (Damenoberbekleidung), Ansons (Herren), Gerry Weber, Street One, Marco Polo, Comma, Levis und Optik Krass aneinander.

Im ersten Stock eröffnet Max-Fashion seine zweite Filiale in Deutschland, Cecil, Gabor-Damenschuhe, Tom Tailer, Quicksilver und Triumph gesellen sich dazu. In den obersten Stock gehen wieder ein Essanelle-Friseur "Super Cut", ein Juwelier mit "Schmuck-Art", die Firma "Grüne Erde" mit Naturkosmetik, der Kinderladen "My Toys" mit Spielwaren und Kinderbekleidung sowie die Firma Bauer Media mit Büchern und Zeitschriften.

Wenn sich der erste Besucheransturm gelegt hat, erwartet Centermanager Klemm mehr als 20 000 Besucher am Tag. "Wir werden mehrfach im Jahr zählen", kündigt Klemm an. Im Gegensatz zum Liliencarré will Klemm aus den Frequenzen kein Geheimnis machen. "Die Mieter müssen doch wissen, mit welchem Umsatz sie rechnen können."

Derweil hatte die Nachbarschaft von der Landesbibliothek bis zum Kirchenladen "Schwalbe 6" drei Jahre lang mächtig unter der Großbaustelle in der Schwalbacher Straße zu leiden. Und wegen des Lärms, Drecks und Baustellenverkehrs finden Hauseigentümer keine Nachmieter für ihre Ladengeschäfte und Wohnungen oder mussten Mietminderungen hinnehmen.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen