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Kommentar Stadtbahn Abgefahren

Derzeit hat die FDP als kleine Oppositionspartei in Wiesbaden so gut wie nichts zu sagen. Da braucht es schon einen Minister, der das Projekt Stadtbahn mal eben so mir nichts, dir nichts stoppt.

Das Projekt Stadtbahn ist einmal mehr gestorben. Und wieder hat die FDP ihre Finger im Spiel. Seit Jahren schießen die Wiesbadener Liberalen gegen das erfolgversprechende Millionen-Projekt, weil es ihrer Ansicht nach sinnlose Geldverschwendung ist.

Als Koalitionspartner hatten die Liberalen stets großen Einfluss. Doch derzeit haben sie als kleine Oppositionspartei in Wiesbaden so gut wie nichts mehr zu sagen. Da braucht es schon einen Minister, der das Projekt mal eben so mir nichts, dir nichts stoppt.

Mit seiner Aktion demonstriert Florian Rentsch kurz vor der Landtagswahl seine Macht. Er ignoriert aus parteipolitischen Gründen, dass Wiesbaden eine Stadtbahn braucht. Die Straßen der Landeshauptstadt sind bereits verstopft, die Busse überfüllt. Laut wird nach Konzepten zum Klimaschutz geschrien. Doch Florian Rentsch scheint auf diesem Ohr taub und bezweifelt die Ergebnisse der Gutachten. Nach den Querelen um Tempo 30 in Frankfurt demonstriert er einmal mehr seine Basta-Politik, gegen die sich die Fraktionen wehren sollten.

Doch auch wenn Rentsch mauert, sollte die Stadt nicht kampflos aufgeben. Dass das Projekt Regiobahn zukunftsträchtig ist, haben die Gutachten belegt. Jetzt muss nach anderen Möglichkeiten gesucht werden, das Projekt zu realisieren.

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