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Horst Schmidt Kliniken Zwei Kliniken in drei Würfeln

Ein Preisgericht hat einen Entwurf für den Neubau der Horst Schmidt Kliniken (HSK) gewählt. Danach soll ein großes Gebäude mit drei Würfeln die HSK und die Deutsche Klinik für Diagnostik (DKD) vereinigen. Der Einzug ist für 2018 geplant.

24.01.2013 21:23
Von Elisabeth Böker
Das neue Klinikgebäude soll rund 200 Millionen Euro kosten. Foto: GSP

Ein Preisgericht hat einen Entwurf für den Neubau der Horst Schmidt Kliniken (HSK) gewählt. Danach soll ein großes Gebäude mit drei Würfeln die HSK und die Deutsche Klinik für Diagnostik (DKD) vereinigen. Der Einzug ist für 2018 geplant.

Ein Gebäude, zwei Kliniken – so lässt sich der gewählte Entwurf für den neuen Gesundheitscampus auf den Punkt bringen. Einstimmig hat sich ein Preisgericht für den Neubau der Horst Schmidt Kliniken (HSK) entschieden. Gewählt wurde die Lösung des Bremer Planungsbüros Gerlach, Schneider und Partner (GSP), die in einem großen Gebäude mit drei Würfeln die HSK und die Deutsche Klinik für Diagnostik (DKD) vereinigen wird. Zwischen 180 und 230 Millionen Euro soll sie kosten. 68,4 Millionen wird das Land Hessen bezahlen, den Rest trägt der Betreiber Rhön-Klinikum.

Der Neubau der Kliniken wird auf dem HSK-Gelände errichtet und zwar hinter dem heutigen Hauptteil. Er wird aus einem großen Komplex bestehen, der drei fünfstöckige Gebäude verbindet. Einer der Gebäudewürfel wird die DKD beherbergen, die sich derzeit noch am Aukamm befindet. In den beiden anderen Würfeln wird Platz für die HSK sein. „Wir möchten medizinische Synergien nutzen“, sagt André Eydt, Geschäftsführer der HSK. Geplant ist daher in dem Entwurf eine gemeinsame Nutzung von Stationen wie beispielsweise der Röntgenabteilung.

Zwei Eingänge

„DKD und HSK sollen weiterhin getrennt wahrgenommen werden“, so Carl M. Kirchmaier, ärztliche Direktor der DKD. Das gelingt in dem gewählten Vorschlag bereits von außen: Es wird zwei getrennte Einfahrten geben, eine führt zur DKD, die andere zu den HSK. Dass es zwei getrennte Eingänge zu den Kliniken geben wird, versteht sich fast schon von selbst. Bei der Behandlung sollen die Patienten die Unterschiede zwischen den Häusern aber nicht spüren: „Wir werden enger zusammenarbeiten und in gemeinsamen Konferenzen die Patientenfälle beider Kliniken besprechen“, versichert DKD-Chef Kirchmaier.

Die Zusammenlegung beider Kliniken soll langfristig das Ziel haben, mehr Patienten versorgen zu können. Der derzeitige Bauentwurf sieht Platz für 1100 Betten vor. „Dabei sind wir aber noch flexibel“, so Eydt. Dass der neue Campus zum Personalabbau führe, weist der Klinikgeschäftsführer zurück. Lediglich in der Verwaltung sollen Stellen gestrichen werden. Wie viele Mitarbeiter gehen müssen, sei noch nicht durchgeplant, so André Eydt. 100 Ärzte gehören zum Team der DKD, 400 zu den HSK. 530 Mitarbeiter zählt die DKD insgesamt, 2400 Mitarbeiter sind bei den HSK angestellt.

Bisher steht nur fest, dass der Entwurf von GSP aus Bremen der Favorit ist. In den nächsten Wochen soll mit dem Architekturbüro, das das Klinikum Oldenburg geplant hat, ein Vertrag geschlossen werden. Für 2018/19 wird der Einzug in das neue Klinikgebäude geplant. Weil der Neubau hinter dem bisherigen Gebäude entsteht, kann parallel zum laufendem Betrieb gebaut werden. Das alte Gebäude wird dann nach der Inbetriebnahme rückgebaut.

Landesgeld nur für HSK

Der Zuschuss des Landes, der sich auf 68,4 Millionen Euro beläuft, darf nur für den HSK-Neubau verwendet werden. „Verdeckte Subvention wird es nicht geben“, versichert Bürgermeister Arno Goßmann (SPD).

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