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Horst-Schmidt-Kliniken Statt Schelte jetzt Selbstlob

Nach Hiobsbotschaften zum HSK-Defizit jubelt Rhön-Geschäftsführung über Leistungs- und Patientenzuwachs

06.09.2012 23:31

Chefarzt-Schelte und Hiobsbotschaften über das Defizit der Horst-Schmidt-Kliniken – damit meldeten sich die von der Rhön Klinikum AG bestellten neuen Geschäftsführer der HSK bislang zu Wort. Selbst die Stadtverordneten und die Rathausspitze, die ja nach wie vor die Mehrheit von 51 Prozent der Anteile an den HSK halten, rätseln bis heute, wie das Defizit voriges Jahr von den erwarteten 20 auf 53 Millionen Euro explodieren konnte. Doch Geschäftsführer André Eydt lüftet dieses Geheimnis nicht. Stellungnahmen lehnte er auf mehrere Anfragen der FR ab. Am 26. September soll Eydt im Finanzausschuss Rede und Antwort stehen.

Am Mittwoch wechselte Eydt dann seine Kommunikationsstrategie: Von der Schelte Dritter zum Eigenlob: „Leistungszuwachs im August – erste gemeinsame Maßnahmen in der HSK greifen“ ist die Pressemitteilung überschrieben. Demnach steigt die Leistung um fünf Prozent und die Zahl der stationär behandelten Patienten um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Absolute Zahlen nennen Eydt und der Ärztliche Direktor, Gerhard F. Hamann, nicht.

Als Grund für diese erfreulichen Steigerungen nannten die Mediziner das „verbesserte OP-Management, durch das OP-Kapazitäten frei würden und das derzeit entwickelt werde“.

Eydt ergänzte, dass sich die wirtschaftliche Lage der HSK in diesem Jahr entspanne, weil durch den Rhön-Verbund Material günstiger angeschafft werden könne.

Gespräche mit Chefärzten

Mit allen Chefärzten, die Eydt in der Lokalpresse als zu fortbildungsreisefreudig beschrieben hatte, sei inzwischen geredet worden. In einem „konstruktiven und sachlichen Klima“ seien „Verabredungen zur Leistungsentwicklung und zu Verbesserungsmaßnahmen getroffen worden“. Details nannte Eydt nicht.

Im Fokus „aller Maßnahmen“ stehe jedenfalls das „Rhön-Motto ,alle Prozesse sind am Patienten auszurichten’“. Deshalb werde derzeit die zentrale Notaufnahme neu strukturiert und soll Ende des Jahres voll ausgebaut sein. Dafür ziehe das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) bis Mitte des Monats in einen Teil des Verwaltungsgebäudes. (byb.)

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