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Ex-DSDS-Star Daniel Küblböck ist jetzt Wiesbadener

Der ehemalige "Deutschland-sucht-den-Superstar"-Kandidat ist aus Nürnberg in die hessische Landeshauptstadt gezogen und beginnt ein neues Leben.

15.02.2009 09:02
Superstars zu Gast in Berlin
Wiesbaden hat etwas Edles", sagt Daniel Küblböck über die hessische Landeshauptstadt. "Die Menschen hier sind sehr aufgeschlossen." Foto: ddp

Wiesbaden. Stolz führt Daniel Küblböck die Gäste durch seine 140 Quadratmeter große Altbauwohnung in Wiesbaden. Kürzlich ist der ehemalige "Deutschland-sucht-den-Superstar"-Kandidat von Nürnberg in die hessische Landeshauptstadt gezogen.

Der 23-Jährige fühlt sich wohl in seiner neuen Wahl-Heimat. "Wiesbaden hat etwas Edles", sagt der Sänger. "Die Menschen hier sind sehr aufgeschlossen." Der Tapetenwechsel hat ihm gut getan: "Ich bin jung, ich muss raus. Städte und Menschen kennenzulernen, ist wichtig, um sich weiterzuentwickeln."

Doch nicht nur sein Wohnort hat sich geändert. Auch äußerlich und musikalisch ist Küblböck reifer geworden. "Stillstand ist für mich der Tod", sagt er. Die Entscheidung, nach Wiesbaden zu ziehen, ist spontan gefallen. Hessen sei besonders aufgrund der zentralen Lage in Deutschland interessant für ihn gewesen, da er viel unterwegs sei, sagt Küblböck.

In Rüsselsheim hat er eine Filiale seiner Künstleragentur "Positive Energie". Auch über einen Umzug nach Frankfurt habe er nachgedacht, doch die Bankenmetropole war ihm dann doch ein zu großer Kontrast zu Bayern.

Wiesbaden sei für ihn eine sehr gute Mischung: Metropole, aber trotzdem gemütlich. Mit seinem schwarzen Mini Cooper erkundet er in seiner freien Zeit das Rhein-Main-Gebiet. Eine ältere Nachbarin hat Küblböck auch ohne seine markante Brille und ohne seine langen Haare sehr schnell erkannt und ihm zur Begrüßung einen hessischen Sprachführer geschenkt. Noch hat sein Hessisch eine leicht bayerische Färbung, aber er lernt fleißig.

Musikalische Weiterentwicklung

Den landestypischen Apfelwein hat der 23-Jährige auch schon probiert und für gut befunden. "Den Äppelwein mag ich am liebsten mit Wasser gespritzt", sagt er schmunzelnd. Auch musikalisch hat sich Küblböck weiterentwickelt. "Wenn man heute auf ein Daniel Küblböck-Konzert geht, wird man nicht mehr den Daniel Küblböck aus der DSDS-Zeit sehen", stellt der 23-Jährige klar.

Seine neue Tour heißt "Jazz meets Blues" und wendet sich nicht mehr nur an ein jugendliches Publikum. 2005 habe er eine Gesangsausbildung in Wien gemacht, dadurch sei seine Stimme viel tiefer und voluminöser geworden, berichtet er. "Jazz und Blues ist die Richtung, die mir liegt" sagt der 23-Jährige. Die Kritiker haben Küblböck für seine neu eingeschlagene Richtung bereits mit Lob bedacht.

Bis er jedoch seinen Stil gefunden hatte, war es ein steiniger Weg. Nach seiner Teilnahme an DSDS sei er oft falsch beraten worden, sagt Küblböck. Häufig habe er sich "verheizt" gefühlt. Das wolle er in Zukunft nicht mehr. Anfragen habe er schon aller Art gehabt. "Ich bin froh, dass ich mir aussuchen kann, was ich mache", sagt Küblböck.

In einem Supermarkt oder auf Dorffesten, wie andere DSDS-Kandidaten, würde er nie singen. Auch im RTL-Dschungelcamp würde er "definitiv nicht wieder auftreten". "Das läuft unter der Kategorie 'Ich war jung und brauchte das Geld'" resümiert der 23-Jährige. Seinen Ausflug in die Schauspielerei mit dem Film "Daniel - Der Zauberer" im Jahr 2004 beurteilt Küblböck rückblickend selbst als Flop: "Man muss ja wirklich sagen, das ist der schlechteste Film aller Zeiten."

"Ich möchte mich nicht auf den Lorbeeren ausruhen", sagt Küblböck. Vielmehr sei es sein Ziel, durch seine Agentur junge Künstler zu fördern. "Ich will nicht mit 40 oder 50 in Talkshows sitzen, sondern meine Kontakte weitergeben", sagt Küblböck. In den vergangenen Monaten hätten 150 Künstler bei seiner Agentur "Positive Energie" angefragt. Am Hals trägt Küblböck ein Tattoo, vier kleine Sterne. "Wenn ich ganz oben bin, gibt es den fünften Stern, wie bei einem Fünf-Sterne-Hotel", erläutert er.

Mit "ganz oben" meint der 23-Jährige, wenn er musikalisch etabliert ist und die Leute einen Stil mit ihm identifizieren. Dann nimmt Küblböck seine Gitarre und singt einige Zeilen aus Nina Simones Song "In the morning". Seine Stimme ist viel tiefer und voluminöser. Danach blickt ins Publikum und strahlt sein bekanntes spitzbübisches Lächeln. Manche Dinge ändern sich eben doch nicht. (ddp)

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