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Casino Spielbankchef muss gehen

Betreibergesellschaft trennt sich von Thomas Freiherr von Stenglin

30.11.2011 21:58
Thomas Freiherr von Stenglin (57) verlässt nach sieben Jahren die Chefetage der Spielbank. Foto: Surrey

Das Spiel ist aus: Nach sieben Jahren haben sich die Gesellschafter der Wiesbadener Spielbank von ihrem Geschäftsführer Thomas Freiherr von Stenglin getrennt. Der 57-Jährige hat bereits sein Büro geräumt. Mitarbeiter bestätigten sein Ausscheiden zum Monatsende.

Thomas Freiherr von Stenglin war für eine Stellungnahme gestern nicht zu erreichen.

Über die Gründe ist nichts bekannt, der Leiter des Klassischen Spiels, Gerhard Schmulder, sagte, die Betreibergesellschaft äußere sich „grundsätzlich nicht zu Personalangelegenheiten“. Die Rathausspitze kommentiert Personalien und Betriebsabläufe des Casinos ebenfalls grundsätzlich nicht. Medienberichten zufolge soll es Meinungsverschiedenheiten zur Unternehmensstrategie gegeben haben.

Im Mai 2009 hatte die Stadt die Konzession für die Betreibergesellschaft mit dem Enkel des früheren Hamburger Verlegers John Jahr an der Spitze bis Ende 2020 verlängert. Ob Stenglins Ausscheiden mit den nicht abreißenden Mobbing-Vorwürfen und übertriebener Videoüberwachung der Croupiers zu tun haben, bleibt unklar.

Der gelernte Banker und studierte Agrarökonom, der in Celle auf einem Gestüt aufgewachsen ist, kam 1986 nach Wiesbaden zur Bayrischen Volksbank. Nach Stationen in Kassel und Braunschweig kehrte er 2004 in die hessische Landeshauptstadt zurück und begann bei der Spielbank.

Die Abgaben der Glücksspiel-Einrichtung an Stadt und Land sind gesetzlich geregelt. Auch das Sponsoring wie für den Jawlensky-Preis und das Pfingstturnier ist vertraglich fixiert. (byb.)

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