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Bußgeld Schulen Streit um Bußgeld für Schüler

Wer an der Albrecht-Dürer-Schule zu spät kommt oder den Unterricht schwänzt, soll ein Bußgeld bezahlen. Die Schülervertretung ist sauer. Und der Streit um die Bußgeldverfahren eskaliert immer mehr.

Wer zu spät zum Unterricht kommt, soll zahlen. Foto: dpa

Ein seit einigen Tagen schwelender Konflikt zwischen dem Stadtschülerrat und Anne Marx, der Schulleiterin der Albrecht-Dürer-Schule, gewinnt an Schärfe. Wie berichtet, versucht die Schule mit der Androhung von Bußgeldverfahren gegen Zuspätkommer und Schwänzer vorzugehen.

Schulleiterin Marx ließ ein entsprechendes Info-Blatt an alle Schülerinnen und Schüler verteilen, einige Lehrer kündigten laut Jakob Kirfel, Sprecher des Stadtschülerrats, an, von dieser Möglichkeit rigoros Gebrauch machen zu wollen.

Die Schülervertretung der Schule habe sich daraufhin hilfesuchend an den Stadtschülerrat gewandt, doch die Schulleitung hatte Kirfel trotz wiederholter Anfrage einen zeitnahen Gesprächstermin zu dem Vorgang mit dem Hinweis auf anstehende Zeugniskonferenzen verweigert, wie Marx gegenüber der Frankfurter Rundschau bestätigte.

Unter Druck gesetzt

Derweil haben sich die Fronten verhärtet und Kirfel wendet sich erneut an die Presse. Diesmal berichtet er davon, dass Lehrkräfte der Schule versucht hätten, massiven Druck auf die Schülerinnen und Schüler auszuüben: Schüler, die im Kontakt mit dem Stadtschülerrat stehen oder diesen aufnehmen würden, müssten mit „strengen Strafen“ rechnen. Ein „verschreckter Schüler“ habe ihn daraufhin angeschrieben und habe nun Angst, weiter mit ihm in Kontakt zu bleiben, berichtet Kirfel. „Das ist absolut skandalös“, sagt der Sprecher des Stadtschülerrats.

Mittlerweile hat sich auch Roland Herrmann, Leiter des Staatlichen Schulamts in Wiesbaden, in die Angelegenheit eingeschaltet. Er berichtet von einem Telefonat mit der Schulleiterin und habe daraufhin alle Beteiligten für Mittwoch in sein Büro bestellt. Außer Marx und Kirfel sollen noch der Elternbeirat und die Schülervertretung der Schule erscheinen.

Herrmann ist sichtlich genervt von der Angelegenheit. „Das reicht jetzt, so kann das nicht weitergehen“, sagt er der Frankfurter Rundschau. Es könne nicht sein, dass solche Vorgänge derart eskalieren.

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