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Buchvorstellung im Caligari Drei Kilo Elvis

Der Wiesbadener Jürgen Muth präsentiert das neue Elvis-Presley-Buch im Caligari. Der Sammler steuert die meisten Fotos und Filmplakate zu dem dicken Schmöker in Zusammenarbeit mit zwei weiteren Autoren bei.

10.01.2011 12:55
Mirjam Ulrich
Autor Helmut Rademacher (l.) und Elvis-Darsteller Rami. Foto: Arnold

Es wiegt fast drei Kilo, hat rund 650 Seiten und ist das umfangreichste Elvis-Presley-Buch in deutscher Sprache, das es bisher gibt hat. „Als Bettlektüre eignet es sich wegen des Gewichts wohl nicht so sehr“, sagt Jürgen Muth lachend. Der Wiesbadener besitzt hierzulande die größte Sammlung von deutschem Werbematerial zu Elvis-Filmen. Er hat den größten Teil der Filmplakate und handcolorierten Kinoaushangfotos zum neuen Elvis Presley Filmbuch beigesteuert.

Den dicken Schmöker hat Muth gemeinsam mit einem der beiden Autoren bei einer Matinee anlässlich des 76. Geburtstag des „King of Rock’n’Roll“ im Caligari präsentiert. Die Veranstaltung stellten der Elvis-Presley-Verein Bad Nauheim und das Elvis-Magazin „Golden Boy“ zusammen mit dem Kulturamt ganz kurzfristig auf die Beine – das Buch ist erst vor drei Wochen erschienen.

Trotzdem sei es auf Anhieb das erfolgreichste Elvis-Buch des Jahres 2010 geworden, sagt Autor Helmut Rademacher nicht ohne Stolz. „Es sieht so aus, als hätten die Fans darauf gewartet.“

Die bekommen nicht nur sämtliche deutschen Filmplakate und Kinoaushangfotos zu sehen, sondern eine Schilderung aller Elvis-Filme geboten. Außerdem beschreibt der Elvis-Spezialist Helmut Rademacher auch sämtliche Filmsongs und ordnet sie musikalisch ein – durchaus auch kritisch. „Bloß keine Lobhudelei“, sagt Rademacher, der jahrzehntelang als Moderator und Musikchef bei Radiostationen tätig war. „Ich bin als Kritiker bekannt.“

Von Elvis’ 31 Filmen sei keiner gefloppt, alle hätten Millionen eingespielt, erläutert Rademacher deren Bedeutung. „Mitte der 1960er Jahre war Elvis Presley der höchstbezahlte Filmstar der Welt.“ Dass er von seiner Faszination nichts verloren hat, zeigt sich auch bei den Matinee-Besuchern. „Elvis ist schon unsterblich“, findet Jutta van Hasselt, deren Eltern damals zu dessen Musik tanzen gingen. Sie höre ihn auch immer noch gern und könne gut verstehen, warum er in jungen Jahren ein Sexsymbol war. „Deutschland war damals grau und traurig, die Sehnsucht der jungen Leute nach etwas Frischem muss groß gewesen sein.“

Rockende „Heulboje“

Seine Eltern hätten Elvis immer als Heulboje bezeichnet, erinnert sich Helmut Füller. „Er war ein Idol – musikalisch war das unsere Zeit.“ Seine Schwiegertochter Verena Romero erzählt von dem Radiosender, den die Familie auf einer gemeinsamen Kanada-Rundreise vorigen Herbst ständig hörte. „Die spielten 24 Stunden nur Elvis“, sagt die Wiesbadenerin. „Da ist mir erst einmal bewusst geworden, wie viele Songs es von ihm überhaupt gibt.“

Das große Elvis Presley Filmbuch: Elvis Presley 75th Anniversary von Helmut Rademacher, Peter Ostereid und Jürgen Muth ist bei Mpw erschienen, 642 Seiten, 49,95 Euro.

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