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Ball des Sports Wiesbaden Ball des Sports bleibt in Wiesbaden

1800 geladene Gäste aus Sport, Wirtschaft und Medien sorgen beim Ball des Sports in Wiesbaden für einen warmen Geldregen für die Deutsche Sporthilfe. Doch es formierte sich auch Protest gegen die Olympischen Spiele von Sotschi.

08.02.2014 20:44
Die frühere Schwimmerin Franziska van Almsick mit ihrem Lebensgefährten Jürgen Harder beim Ball des Sports in Wiesbaden. Foto: dpa

Der Ball des Sports wird noch mindestens weitere zehn Jahre in Wiesbaden stattfinden. Dies wurde bei der 44. Auflage der Veranstaltung am Samstag in den Rhein-Main-Hallen bekannt. Es war bereits die 20. Auflage in der hessischen Landeshauptstadt.

Vor der Halle hatte zuvor das „Warme Wiesbaden“ protestiert, dennoch war auch der 44. Ball des Sports eine rauschende Gala. 1800 geladene Gäste aus Sport, Wirtschaft und Medien ließen am Samstag in Wiesbaden den deutschen Sport hochleben und sorgten für einen warmen Geldregen für die Deutsche Sporthilfe.

Die Elite der Wintersportler fehlte wegen der Olympischen Spiele in Sotschi, wurde aber mit einer Live-Schaltung nach Russland ebenfalls ausführlich gewürdigt. Vor dem Ballsaal protestierten derweil etwa 30 Personen gegen die Diskriminierung von Homosexuellen in Russland.

Und auch einige Sportler kritisierten die Vergabe der Spiele an Sotschi heftig. Allen voran Beachvolleyball-Olympiasieger Julius Brink, der zudem auch die Auswahl der Veranstalter von Fußball-Großereignissen in der jüngeren Vergangenheit geißelte. „Bei diesen sportpolitischen Vergaben, sei es bei der FIFA, sei es beim IOC, da haben wir den Absprung verpasst. Das ist eine Entwicklung, die meiner Meinung nach abscheulich ist und definitiv in die falsche Richtung geht“, sagte der 31-Jährige dem SID.

„Wenn ich sehe, dass 50 Milliarden für Sportstätten ausgegeben werden, kann ich nur den Kopf schütteln und mich abwenden“, meinte Brink weiter: „Mit dem Geld hätten wesentlich sinnvollere Dinge gefördert werden können als Olympische Spiele.“ Gleichzeitig wünscht sich Brink „jetzt eine positive Sportberichterstattung, das haben die Athleten verdient.“

Daran ließen auch die anderen Gäste in der Rhein-Main-Halle keinen Zweifel. Neben der Sportprominenz um Olympiasieger wie Brink, Britta Heidemann (Fechten) oder Ole Bischof (Judo) schmückten unter anderem die Schauspielerin Veronica Ferres, die am Morgen noch einen Auftritt auf der Berlinale gehabt hatte, sowie Bundesinnenminister Thomas de Maizière die Gästeliste. Zudem waren mehr als 30 Vorstände der DAX 30-Unternehmen sowie insgesamt mehr als 350 Vorstände und Geschäftsführer deutscher Unternehmen zugegen.

Franziska van Almsick, zweimalige Schwimm-Weltmeisterin und heute stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, empfing alle Gäste persönlich und zeigte sich erleichtert über den großen Erfolg der Veranstaltung. „Die Konkurrenz ist durch die Goldene Kamera oder Berlinale immer größer geworden“, sagte sie. Dennoch habe es eine riesige Nachfrage gegeben, die sogar das Kontingent überstieg. Dies freute van Almsick umso mehr, „da eine Menge Arbeit und Herzblut hinter dieser Veranstaltung steckt“.

Michael Ilgner, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe, bezeichnete den Ball des Sports als „den wichtigsten Tag des Jahres für unseren Förderhaushalt. Er legt die Basis für eine erfolgreiche Arbeit für die deutschen Spitzensportler an den anderen 364 Tagen.“

200 Servicekräfte, 48 Köche, 25 Logistiker und eine siebenköpfige Headcrew sorgten am Veranstaltungstag für einen reibungslosen Ablauf, in der Vorbereitung waren rund 300 Messebauer und Techniker eine Woche rund um die Uhr im Einsatz. Per Tombola wurden Gewinne im Wert von einer halben Million Euro verlost.

Nach dem offiziellen Programm, durch das TV-Moderator Johannes B. Kerner führte, sorgte die Band PUR für den musikalischen Ausklang des Abends. (sid)

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