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Wetterau Mehr Land bewahren

Die Kreistagsfraktion der Grünen will im Landtags-Wahlprogramm die Forderung verankern, dass der Flächenverbrauch in Hessen eingedämmt wird.

Die Wetterauer Kreistagsfraktion der Grünen schaltet sich in die Diskussion um das Programm für die Landtagswahl am 28. Oktober ein. Von ihrer Landespartei fordern sie, darin aufzunehmen, dass der Verbrauch von Flächen reduziert wird. Das teilt der Wetterauer Fraktionsvorsitzende Michael Rückl mit.

Der vorliegende Programm-Entwurf nennt Rückl zufolge kein konkretes Ziel für den Flächenverbrauch in Hessen. Die Wetterauer wollen, dass der Verbrauch bis zum Ende der Legislaturperiode 2023/2024 auf einen Hektar pro Tag gesenkt wird. Fraktionkollege Thomas Zebunke betont unter Bezug auf den Landesentwicklungsplan, dass darin der derzeitige Flächenverbrauch von etwa drei auf 2,5 Hektar eingedämmt werden solle. Zebunke: „Das reicht uns nicht.“

Der Siedlungs- und Gewerbedruck im Ballungsraum strahle zunehmend in die Wetterau aus, so Rückl. Massiver Straßenbau wie die Ortsumgehung Wöllstadt, das geplante Rewe-Logistikzentrum in Berstadt oder die Verdoppelung der Gewerbefläche an der Kreisgrenze bei Limeshain seien Symptome dieser Entwicklung. „Die Wetterau, die als traditionelle Agrarregion über die besten Böden Deutschlands verfügt, droht ihre Identität zu verlieren.“

Statt mehr Verkehrswege anzulegen und Flächenfraß zu begünstigen, wäre es besser, vorhandene Siedlungs- und Gewerbestrukturen im ländlichen Raum für wohnortnahes Arbeiten zu nutzen und zu entwickeln, so Zebunke. pz

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