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Wetterau Mehr Fahrgäste auf sechs Linien

Vulkan-Express befördert so viele Fahrgäste wie seit langem nicht und kurbelt den Tourismus an.

Vulkan-Express-Bus
Nicht nur Fahrgäste, auch Fahrräder transportieren die Vulkan-Express-Busse. Foto: Steffen Löffler

Der Vulkan-Express, der unter anderem aus der Wetterau hinauf zum Hoherodskopf fährt, hat in der vergangenen Saison von Mai bis Oktober mehr als 35 000 Fahrgäste transportiert. „Das sind so viele wie seit Jahren nicht mehr – und eine Steigerung zum Jahr 2016 um mehr als 13 Prozent“, sagt Armin Klein, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO), die den Express betreibt.

Insgesamt sechs Buslinien verkehren sternförmig in der Region Vogelsberg. Alle Busse führen Anhänger für mehr als 30 Räder mit sich. Die sechs Linien fahren zum Hoherodskopf, parallel zum Vulkanrad- und Südbahnradweg sowie der Niddaroute.

Besonders hervorzuheben seien die Steigerungen auf den Linien von Schlitz über Lauterbach, Hartmannshain, Gedern nach Stockheim und von Lauterbach zum Hoherodskopf. Hier haben sich die Einsteigerzahlen um mehr als 1500 beziehungsweise 1 100 Fahrgäste erhöht.

Aber auch in den anderen Kommunen stiegen viele Gäste ein. Bis auf wenige Ausnahmen seien alle Zahlen positiv, so Klein. Hervorzuheben seien jedoch Lauterbach (+ 1210), Nidda (+ 730), Ortenberg (+ 680) Grebenhain (+ 380), Herbstein (+ 290) und Glauberg (+ 220). Klein: „Wir tragen mit unserem Angebot dazu bei, dass die Region und ihre touristisch interessanten Ziele besser erreicht werden können und damit bekannter werden.“

Um den Tourismus weiter anzukurbeln, plant die VGO, die Linie über von Nidda über Schotten zum Hoherodskopf, die seit Jahren Zuwächse verzeichnet, in die Wetterau hinein zu verlängern: von Nidda über Ranstadt, Florstadt und Niddatal nach Wöllstadt. Bis die Buslinien des Vulkan-Express für die Jahre 2020 bis 2024 europaweit ausgeschrieben werden – bisher betreibt das Unternehmen Philippi Reisen aus Mücke die Buslinien –, will die VGO prüfen, ob sich dieser Plan rechnet.

Finanzielle Beteiligung entscheidend

„Diese Verbindung zur S-Bahn in Nieder Wöllstadt würde eine weitere attraktive Anbindung zur Rhein-Main-Region schaffen und gleichzeitig den Niddaradweg, für dessen Ausbau und Beschilderung erhebliche Investitionen getätigt wurden, in seiner ganzen Länge durch den ÖPNV erschließen“, betont Stefan Klöppel, Leiter Verkehr beim VGO-Mutterkonzern Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV).

Entscheidend für die Verlängerung sei jedoch, dass sich die angebundenen Kommunen finanziell beteiligten. Sowohl Klöppel als auch Klein rechnen jedoch damit, dass noch vor Weihnachten alle Zustimmungen vorliegen. 

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