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Wetterau Kostenloses Mittagessen

Die vier Landratskandidaten haben sich bei einer Podiumsdiskussion zum Thema soziale Gerechtigkeit zu einem möglichem Angebot an den Schulen geäußert.

Bei einer Podiumsdiskussion des Wetterauer Bündnisses für soziale Gerechtigkeit am Dienstag haben die vier Kandidaten für die Landratswahl am 4. März soziale Themen diskutiert. Dabei ging es auch um die Frage, ob es ein kostenloses Mittagessen an den Wetterauer Schulen geben sollte.

Stephanie Becker-Bösch (SPD): Bildungsgerechtigkeit heiße Ganztagsschule, sagt die Juristin und zweite hauptamtliche Kreisbeigeordnete, in deren Ressort die Bereiche Jugend und Soziales fallen. Alle sollten am Mittagstisch teilnehmen können, dazu gehöre „unbestritten“ ein kostenloser Mittagstisch.

Daniel Libertus (FDP): Der Butzbacher Rechtsanwalt ist dafür, zu „differenzieren“. Es komme stark darauf an, ob das Mittagessen von guter oder weniger guter Qualität sei. Schlechtes Essen sei der Gesundheit abträglich, daher habe es keinen Sinn, einen billigen Caterer zu nehmen, nur um Geld zu sparen.

Jan Weckler (CDU): Die Schulen suchten die Caterer selbst aus, sagt der Erste Kreisbeigeordnete und Bildungsdezernent. Zwar wäre ein kostenloses Mittagessen gut. Allerdings müsste dafür das Hessische Schulgesetz geändert werden, wenn der Kreis dies einführen wollte. Im Paragraf 153 des Schulgesetzes heißt es: „Ein Eigenbetrag der Eltern unter Berücksichtigung sozialer Kriterien muss für die Bereitstellung eines Mittagstisches (...) erhoben werden.“

Thomas Zebunke (Grüne): Zebunke ist dafür, den Eigenanteil der Eltern zu reduzieren. Ganz abschaffen will er ihn nicht, den Kindern solle bewusst werden, dass das Essen einen Wert habe. Allerdings müsse die Qualität der Nahrung besser werden und mehr ökologische Lebensmittel sollen an den Schulen Einzug halten. Auch ist der Diplom-Agraringenieur für die Einführung eines Unterrichtsfaches „Ernährung“.

Eine weitere Podiumsdiskussion findet am Dienstag, 27. Februar, um 19 Uhr zum Thema Nachhaltigkeit statt. Ort: Theater Altes Hallenbad, Haagstraße 29, Friedberg.

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