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Senioren in Karben WG für Demente

In Karben soll es eine weitere Wohn- und Pflegeeinrichtung für Senioren geben. Die Stadt prüft mögliche Standorte in Petterweil.

In Karben im Wetteraukreis soll es eine weitere Wohn- und Pflegeeinrichtung für Senioren geben. Die Stadtverordneten haben den Magistrat am Donnerstagabend einstimmig beauftragt drei mögliche Standorte im Stadtteil Petterweil zu prüfen. Die CDU hatte den entsprechenden Antrag eingebracht und damit eine Forderung aus dem im Herbst 2016 beschlossenen Altenhilfeplan der Stadt aufgegriffen. Petterweil habe mit mehr als 30 Prozent den höchsten Anteil an Einwohnern über 60 Jahre von allen sieben Karbener Stadtteilen.

Laut Johannes Fellner vom ASB-Regionalverband Mittelhessen ist eine kombinierte Einrichtung geplant. Sie soll etwa 15 Plätze in der Tagespflege, eine Wohngemeinschaft für bis zu 20 Menschen mit Demenz und Betreutes Wohnen bieten. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hatte angekündigt, die Einrichtung betreiben zu wollen, und erste Pläne im Juni im Ortsbeirat vorgestellt. 

2004 eröffnete der ASB bereits ein Wohn- und Pflegeheim für 80 Menschen mit unterschiedlichem Pflegebedarf an der Ramonville-Straße in Groß-Karben. In Klein-Karben gibt es das Johanniter-Stift mit 105 vollstationären Pflegeplätzen und 13 Wohnungen für Betreutes Wohnen. 

Als Standorte für die ASB-Einrichtung in Petterweil sollen ein künftiges Neubaugebiet östlich des Stadtteils, das heutige Kita-Gelände an der Pfarrer-Flick-Straße und eine Fläche am nördlichen Ortsrand geprüft werden. Bis Dezember hat der Magistrat dafür Zeit. Die SPD stimmte dem CDU-Antrag am Donnerstag zwar zu, hatte zuvor aber deutlich gemacht, dass sie das Neubaugebiet favorisiere. Von dort hätten es die Senioren nicht weit bis zur nächsten Bushaltestelle, und der Nahkauf sei gut zu erreichen für sie, so die SPD-Stadtverordnete Christel Zobeley.

„Es macht wenig Sinn, von vorneherein alternative Standorte auszuschließen und sich einzig auf das Neubaugebiet als Standort festzulegen“, sagt Karbens Bürgermeister Guido Rahn (CDU). Es stehe überhaupt noch nicht fest, ob in dem Neubaugebiet überhaupt genug Platz sei. Auch die Feuerwehr und eine Kita sollen dort ein neues Domizil erhalten. Zudem gibt es bereits viele Anfragen nach Bauplätzen. 

Beck: nicht das letzte Heim

Petterweils Ortsvorsteher Adolf Koch (SPD) heißt die Pläne für eine Einrichtung in seinem Stadtteil gut. Den Standort am nördlichen Ortsrand hält er indes für ungeeignet. Dort gebe es seltene Pflanzen und Tiere, und es handele sich um ein Überschwemmungsgebiet. „Da würde ich nicht empfehlen, was hinzubauen.“

Karbens CDU-Vorsitzender Mario Beck sieht über die für Petterweil vorgesehene Einrichtung hinaus einstweilen keinen Bedarf in weiteren Stadtteilen. Das werde sich irgendwann aber ändern. „Es wird angesichts des demografischen Wandels nicht die letzte Baumaßnahme dieser Art in Karben sein.“

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