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Ranstadt Erste Bioschlachterei

Der Bio-Bauernhof Merzehof in Ranstadt-Dauernheim hat von der EU die Zulassung bekommen, seine Rinder selbst zu schlachten. Zu Lebzeiten weiden die Tiere auf den Wiesen des Naturschutzgebiets Bingenheimer Ried.

Der Merzehof in Ranstadt-Dauernheim ist der erste Bioschlachtbetrieb in der Wetterau. Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler (CDU) überreichte Inhaberin Martina Brauner kürzlich die EU-Zulassung. Damit kann der Betrieb seine extensiv gehaltenen Weiderinder (große Weideflächen mit wenig Vieh) selbst schlachten, zerlegen und vermarkten. Das teilte die Kreisverwaltung mit.

Die Aubrac-, Limousin- und Gallowayrinder des Merzehofs weiden auf den Wiesen des Naturschutzgebiets Bingenheimer Ried. Diese natürliche Landschaftspflege verhindert, dass die Flächen zu stark verbuschen, was unter anderem Amphibien und Vögeln zugute kommt, die an den Ufern der dortigen Teiche leben. Das Ried dient insbesondere dem Schutz von Enten- und Watvögeln und ist ein bedeutendes Rastgebiet für Zugvögel.

„Aus Tierschutzgründen fördern wir diese besondere Form der Schlachtung, denn dadurch kann Schlachtrindern aus ganzjähriger Weidehaltung im Herdenverband ein stressfreier Tod ohne Tiertransport ermöglicht werden“, sagt Veronika Ibrahim, Leiterin der Fachstelle Lebensmittelüberwachung beim Kreis. Die Rinder werden auf der Weide mit einem sogenannten Kugelschuss-Apparat betäubt und unter tierärztlicher Aufsicht zum Schlachthaus gebracht.

Claudia Zohner, die Projektleiterin der Ökomodellregion Wetterau, hat Hof-Betreiberin Brauner bei der Erstellung der von der EU geforderten Dokumentationen unterstützt. Brauner betont, dass es auch für die Modellregion wichtig sei, den Verkauf von Biofleisch zu fördern. pz

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