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Karben Weiteres Neubaugebiet

Die Stadt will mit dem „Brunnenquartier“ in Groß-Karben ein 7,5 Hektar großes Areal entwickeln. Für das neue Baugebiet ist unter anderem „Seniorenwohnen“ ein großes Thema.

Die Stadt Karben will die letzte größere Freifläche in der Innenstadt bebauen lassen. Auf dem rund 7,5 Hektar großen Areal zwischen Brunnenstraße und Luisenthaler Straße sollen Wohnungen errichtet werden. Wie viele es sein werden, steht noch nicht fest. Klar ist, dass das künftige „Brunnenquartier“ keine Einfamilienhaussiedlung wird. Ziel sei ein „markt- und nachfragegerechtes Wohnflächenangebot für einen breiten Querschnitt der Gesellschaft“, sagt der zuständige Fachbereichsleiter im Rathaus, Heiko Heinzel. Auch „Seniorenwohnen“ sei ein Thema.

Die Stadt hat angekündigt, in den nächsten Wochen in einem Interessenbekundungsverfahren nach Planungsbüros zu suchen, die eine mögliche Bebauung und Gestaltung für das Areal entwerfen. Die drei besten Konzepte sollen im Ausschuss für Stadtplanung und Infrastruktur vorgestellt werden. Danach könnten sich Investoren bewerben, sagte Bürgermeister Guido Rahn (CDU) kürzlich.

Zurzeit ist das Areal in der Nähe des S-Bahnhofs noch als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen und deshalb eine Änderung des Regionalen Flächennutzungsplans notwendig.

Das „Brunnenquartier“ ist Teil der 2011 begonnenen Innenstadtentwicklung. Die Grundlage dafür hatte das Friedberger Ingenieurbüro Frielinghaus mit einer städtebaulichen Studie geliefert. Insgesamt mehr als 150 Wohnungen werden bereits in direkter Nachbarschaft auf dem „Dreiecksgrundstück“ am S-Bahnhof sowie am früheren Taunusbrunnen errichtet. Gebaut wird auch auf dem einstigen KSG-Sportplatz und im Baugebiet „Am Kalkofen“ unweit der Kurt-Schumacher-Schule. Letzteres bietet Wohnungen für mehr als 400 Menschen. Die ersten Bewohner sind schon eingezogen.

Von einem Ende des Baubooms in Karben kann man einstweilen nicht ausgehen. Von den etwa 20 Bebauungsplänen, die die Stadt aktuell bearbeitet, umfassen Heinzel zufolge Zweidrittel auch oder ausschließlich Wohnbebauung.

Die Sprecherin des BUND-Karben, Birgit Scharnagl, befürchtet, dass die Kita-Plätze in Karben knapp werden könnte. „Die Stadt sollte sich nicht verzetteln, lieber etwas langsamer bauen und auch der Natur Platz lassen“, sagt Scharnagl. Im Rathaus teilt man die Befürchtung nicht. „Die Stadt kann dies selbstverständlich stemmen“, äußert ein Stadtsprecher. Und die neuen Baugebiete seien im Kita-Bedarfsplan bis 2020 schon berücksichtigt.

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