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Karben Noch keine Hilfspolizei

Bis heute wartet die Wetterau-Kommune auf den ersten privaten Ordnungshüter. Wisag nennt Personalnot als Grund und vertröstet die Stadt auf später.

Von Juli an hatte sich die Karbener Stadtpolizei Unterstützung durch Hilfspolizisten erhofft. Den Vertrag hatten die Stadt und das Unternehmen Wisag unterzeichnet. An zwei Tagen in der Woche sollten je zwei Mitarbeiter der Frankfurter Firma für mehrere Stunden das Ordnungsamt unterstützen, 32 Wochenstunden insgesamt.

Doch bis heute wartet die Wetterau-Kommune auf den ersten privaten Ordnungshüter. Auch den 1. September als neuen Starttermin habe die Firma nicht halten können, sagte Karbens Bürgermeister Guido Rahn (CDU) am Dienstag in einem Pressegespräch. Die Wisag nennt Personalnot als Grund. Sie konnte nicht genügend Hilfspolizisten finden. Diese müssen ein einwandfreies Führungszeugnis haben und Kenntnisse im Verwaltungsrecht nachweisen. Ihr Einsatz ist gesetzlich geregelt. In Karben sollen sie unter anderem an bestimmten neuralgischen Punkten den ruhenden Verkehr kontrollieren und Vandalismus ahnden.

„Wisag hat es nicht geschafft, vier Mitarbeiter abzustellen“, sagte Rahn gestern. Das sei dem Unternehmen aber erst aufgefallen, als der Vertrag schon unterzeichnet gewesen sei. Für ein Unternehmen in dieser Größenordnung sei das „kein Ruhmesblatt“.

Rahn kündigte für die nächsten Tage ein Gespräch mit dem Unternehmen an, in dem ein neuer Starttermin vereinbart werden solle. Spätestens Anfang Januar 2018 müsse es losgehen. Ansonsten sei der Vertrag hinfällig. Über eine geringere Arbeitsbelastung darf sich die Stadtpolizei nächstes Jahr aber in jedem Fall freuen. Der Fachbereich 6 (Stadtpolizei, Brand- und Katastrophenschutz) soll einen zusätzlichen Mitarbeiter bekommen. 

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