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Florstadt Frühe Forschung über Parkinson

Hilde-Ulrichs-Stiftung widmete sich als eine der ersten den Erkrankten

05.04.2012 22:36

Der Kampf gegen die Parkinsonkrankheit ist eng mit dem Wetterau-Städtchen Florstadt verbunden: Hier wurde vor fast 15 Jahren, am 11. April 1997, die Hilde-Ulrichs-Stiftung gegründet und der Welt-Parkinsontag ins Leben gerufen.

Die Stiftung ist aus der Patienten-Initiative „Schneckenhaus“ hervorgegangen. Sie ist nach der in der Selbsthilfe engagierten Hilde Ulrichs benannt, die wenige Wochen nach Stiftungsgründung starb.

„Unsere Stiftung war die erste in Deutschland, die sich ausschließlich der Parkinsonforschung verschrieben hat. Sie wird ausschließlich von Betroffenen getragen und bemüht sich um Unabhängigkeit, vor allem von der Pharma- und Medizinindustrie“, sagt Gründer und Stifter Hermann Terweiden, der selbst seit vielen Jahren an der Erkrankung des Nervensystems leidet. Die Stiftung konzentriere sich auf die Erforschung nichtmedikamentöser Behandlungsmethoden. „Was wir brauchen, sind schnell nutzbare Alternativen zur lebenslangen Einnahme von Medikamenten und die Stärkung der Eigenverantwortung des Erkrankten“, sagt Terweiden.

Wenn die Krankheit bereits in frühem Stadium erkannt und frühzeitig behandelt werden könne, dann sei das der Stiftung zu verdanken. Die habe entsprechende Forschungen finanziell unterstützt. Mehr als 30 Projekte seien gefördert worden, darunter Patientenkongresse, die Entwicklung praktischer Hilfsmittel und Informationsarbeit.

Sechs Forschungspreise seien vergeben worden sowie mehrere Ehrenpreise. Durch die Preisverleihung habe die Stiftung immer wieder Akzente gesetzt. Sie habe die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, dass die Krankheit durch Hirnsonographie früh erkannt werden könne. Der Nachweis sei erbracht worden, dass Parkinson im Magen-Darm-Trakt seinen Ursprung habe. Und es sei erkannt worden, dass sich regelmäßiger Sport nach individuellem Plan positiv auf den Krankheitsverlauf auswirke.

Terweiden spricht von einer „Erfolgsgeschichte“. Mit dem mehr symbolischen Betrag von 5000 Euro wurde 1997 gestartet. Durch Spenden, Erbschaften und Benefizveranstaltungen seien inzwischen 238000 Euro gesammelt worden.

Durch öffentlichkeitswirksame Treffen hat die Stiftung Aufmerksamkeit erregt, etwa als sie den an Parkinson erkrankten Boxer Muhammad Ali im Jahr 2007 in Riesa und 2003 bei der Buchmesse in Frankfurt traf. (ieb.)

Spenden an die Hilde-Ulrichs-Stiftung können auf das Spendenkonto 200355376 bei der Frankfurter Sparkasse, BLZ 50050201, eingezahlt werden. Informationen zur Stiftung und zu Morbus Parkinson gibt es im Internet unter www.parkinsonweb.com.

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