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Bürgermeisterwahl in Rosbach Amtsinhaber tritt doch noch einmal an

Rosbachs Bürgermeister Thomas Alber (parteilos) strebt nach einer zweiten Amtszeit, obwohl er sich schon zwei Mal zurückziehen wollte

Bürgermeisterwahl in Rosbach
Thomas Alber (48) ist Diplom-Verwaltungswirt und seit 2012 Bürgermeister von Rosbach. Foto: Rolf Oeser

Rosbachs Bürgermeister Thomas Alber (parteilos) bewirbt sich um eine zweite Amtszeit. Der 48-Jährige hatte seine Bewerbung in der vergangenen Woche kurz vor Ende der Frist eingereicht. Albers Kandidatur ist eine Überraschung, hatte er doch in einem Interview mit der „Wetterauer Zeitung“ vor etwa einem Jahr geäußert, andere berufliche Pläne zu haben und bei der Direktwahl in der 12 300 Einwohner zählenden Wetterau-Gemeinde am 28. Oktober nicht anzutreten. Bereits im Juni 2017 hatte Alber eine Kehrtwende hingelegt. Seinerzeit hatte der Verwaltungschef ein Abwahlverfahren durch die Stadtverordnetenversammlung und eine vorgezogene Neuwahl ins Spiel gebracht.  

Er habe für seine Politik nicht mehr die notwendige Unterstützung, sagte Alber damals. Nachdem CDU und SPD aber ankündigten, dem Vorschlag nicht zu folgen, ließ er ihn einige Tage später wieder fallen. 

Außer Alber haben vier weitere Bewerber ihre Kandidatur bekannt gegeben. Der 66 Jahre alte FDP-Fraktionsvorsitzende im Rosbacher Stadtparlament, Hans-Otto Jacobi, ist der einzige, der für eine Partei antritt. Christian Thiel, Christoph Käding und Steffen Maar steigen wie Alber als unabhängige Kandidaten in den Ring. Die CDU, die acht und damit die meisten Stadtverordneten stellt, hat jedoch angekündigt, den 47-jährigen Maar unterstützen zu wollen. Die SPD hat keine Wahlempfehlung ausgesprochen. Im Wahlkampf 2012 hatte sie Alber unterstützt. Der Wahlausschuss der Stadt hat am Freitag alle Wahlvorschläge zugelassen. Angesichts von fünf Bewerbern ist eine Prognose zum Wahlausgang schwierig. Wahrscheinlich wird es in der Stadt an der A5 wie schon vor sechs Jahren eine Stichwahl um den Chefsessel im Rathaus geben. Alber entschied sie im Oktober 2012 mit 56,3 Prozent der Stimmen für sich und lag knapp 13 Prozentpunkte vor CDU-Herausforderer Henrik Schnabel. 

Wie auch immer der künftige Bürgermeister der Kleinstadt heißen wird, auf ihn wartet viel Arbeit. Etwa 20 Kilometer nördlich von Frankfurt gelegen, bekommt Rosbach den Siedlungsdruck im Umland der Mainmetropole zu spüren. Im Stadtteil Ober-Rosbach entwickelt sich zurzeit „Die Sang“, das größte Neubaugebiet in der Geschichte der Stadt. Außerdem steht der Bau neuer Radwege und die Verbesserung des ÖPNV an. In den vergangenen Jahren hatte sich Rosbach vor allem als Gewerbestandort einen Namen gemacht. So hat dort die Rewe-Zentrale für die Region Mitte ihren Sitz. 

Die Amtszeit des neuen Bürgermeisters beginnt am 17. März 2019.

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