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Büdingen Unternehmen kämpft weiter für Windpark

Abo Wind zieht vor den Verwaltungsgerichtshof und sieht „kein signifikantes Tötungsrisiko für Schwarzstörche“.

Der Rechtsstreit um den geplanten Windpark bei Büdingen und Kefenrod im Wetteraukreis geht weiter. Das Wiesbadener Unternehmen Abo Wind will erreichen, dass der Hessische Verwaltungsgerichtshof die Berufung gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Gießen vom 13. Juni zulässt.

Den Antrag werde man unverzüglich stellen, sagte ein Unternehmenssprecher gestern.
Das Verwaltungsgericht hatte entschieden, die fünf Windräder in dem Waldgebiet würden gegen Artenschutzvorgaben verstoßen und damit eine Entscheidung des Regierungspräsidiums Darmstadt (RP) bestätigt, das durch den Windpark eine Gefahr für ein Schwarzstorch-Brutpaar angenommen hatte. Nur 2,3 Kilometer entfernt befinde sich ein Horst. Die Vögel würden das Gebiet des geplanten Windparks regelmäßig in kritischer Höhe überfliegen, so das RP. 

„Wir halten die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen für falsch“, äußerte der Sprecher von Abo Wind gestern. Es habe in seiner Klagebegründung selbst darauf hingewiesen, dass andere Gerichte in Windkraftanlagen „grundsätzlich kein signifikantes Tötungsrisiko für Schwarzstörche“ sähen. Bei bislang nur zwei Kollisionen von Schwarzstörchen und Windrädern in Deutschland sei dies eine „sachgerechte Einschätzung“, so der Sprecher.
Die Vorsitzende des BUND in Büdingen, Alexandra Bücking, beurteilt die Entscheidungen des RP und des Verwaltungsgerichts dennoch positiv. Es sei gut, dass die Gerichte solche Fälle nun kritischer bewerteten. Eine Zeitlang sei sehr viel gebaut worden. 

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