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Brandschutz in Bad Vilbel Mehr Geld für die Feuerwehr

Bad Vilbel stockt die Zahl der hauptamtlichen Mitarbeiter bei der Feuerwehr auf. In Gronau soll ab Herbst ein neues Gerätehaus gebaut werden.

Brandschutz in Bad Vilbel
Einsatzfahrzeuge auf dem Hof der Feuerwache in der Kernstadt. Foto: Michael Schick

Die Stadt Bad Vilbel will durch zusätzliche hauptamtliche Mitarbeiter dafür sorgen, dass der Leistungsstand ihrer Freiwilligen Feuerwehr konstant bleibt. Im Januar habe man im Fachdienst Brand- und Katastrophenschutz einen neuen Mitarbeiter eingestellt, der ehrenamtlicher Feuerwehrmann sei, berichtet Erster Stadtrat und Feuerwehr-Dezernent Sebastian Wysocki (CDU). Zudem werde man 2018 eine weitere Gerätewart-Stelle ausschreiben. Dem vor einem Jahr verabschiedeten Feuerwehr-Entwicklungsplan zufolge beabsichtigt die Stadt, bis 2026 die Zahl der hauptamtlichen Feuerwehrmitarbeiter auf zwölf aufzustocken. Zurzeit beschäftigt die 35 000-Einwohner-Stadt sieben. 

Eine Alternative vermag Stadtbrandinspektor Karlheinz Moll nicht zu erkennen. Zunehmend verließen junge ehrenamtliche Feuerwehrleute Bad Vilbel auf der Suche nach erschwinglichen Wohnungen. Immer mehr Kameraden hätten ihren Arbeitsplatz nicht in Bad Vilbel. Und auch die Technik, die zum Einsatz komme und gewartet werden müsse, sei komplexer geworden, erklärt Moll. Mehr Hauptamtliche seien „insbesondere vor dem Hintergrund der Tageseinsatzstärke von großer Wichtigkeit“. Die Grünen hatten wegen des geplanten zusätzlichen hauptamtlichen Personals als einzige Fraktion gegen den Plan gestimmt. Dies könne nicht die Lösung für das Problem sein, „dass es schwieriger wird, freiwillige Feuerwehrleute zu finden“, hatte Fraktionschef Jens Matthias argumentiert. 

Unabhängig von dieser Frage zeigt sich Wysocki, ein Jahr nachdem der Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Freiwillige Feuerwehr Bad Vilbel in Kraft getreten ist, zufrieden mit der aktuellen Situation der Vilbeler Wehr. Zum 31. Dezember 2017 gehörten ihr 197 Frauen und Männer an. 

Laut Erstem Stadtrat ist es den Feuerwehrleuten 2017 zum zweiten Mal in Folge gelungen, zügiger und mit mehr Personal an den Einsatzorten einzutreffen. Eine Analyse habe einen Zielerreichungsgrad von 86,9 Prozent ergeben. Dies sei der höchste Wert seit 2010. In dem Entwicklungsplan heißt es, die Stadt strebe an, ihn stetig zu verbessern. Er gibt den Anteil aller Blaulichteinsätze an, bei denen die Einsatzkräfte mindestens zu sechst innerhalb von zehn Minuten nach der Alarmierung vor Ort sind und Hilfe leisten. Der Zielerreichungsgrad gibt Auskunft über den Leistungsstand einer Feuerwehr. Von 2010 bis 2014 lag er in Frankfurts Nachbarstadt im Schnitt bei rund 68 Prozent.

Ein Grund für die Verbesserung sieht Wysocki in dem neuen Feuerwehrgerätehaus im Stadtteil Heilsberg, das im Frühjahr 2017 an der Alten Frankfurter Straße in Betrieb ging und den Stützpunkt am Samlandweg ablöste. Dort mussten Einsatzfahrzeuge hintereinander parken, was es den Feuerwehrleuten erschwerte, innerhalb der Gesetzesfrist am Einsatzort zu sein. „Der neue Standort des Gerätehauses und die bessere Anbindung des Stützpunktes in der Stadt über die Kreisverkehre machen sich bemerkbar“, ist Wysocki überzeugt. 

Im Stadtteil Gronau soll das alte Gerätehaus im Juli abgerissen werden. Für den Neubau, der von Herbst an errichtet werden soll, hat die Stadt drei Millionen Euro vorgesehen. Für die Übergangszeit von zwei Jahren habe man ein altes Speditionsgebäude mit drei Fahrzeughallen und Nebenräumen angemietet, so Wysocki. 

Höher als ursprünglich vorgesehen sind die Kosten für ein drittes Wechselladerfahrzeug, das die Stadt 2018 anschaffen will. Laut Stadtbrandinspektor Moll hat sich der Plan, ein altes Fahrzeug des Bauhofs zu übernehmen, zerschlagen; ein neues muss her. Auch einen Notstromgenerator sieht der vor zwei Wochen eingebrachte Nachtragsetat nun vor. Insgesamt 92 000 Euro schlagen dadurch zusätzlich zu Buche. Zwei neue Gerätewagen waren bereits eingeplant. 

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